You are currently browsing the tag archive for the ‘Uni’ tag.

Letzte Woche: Drei Klausuren an drei direkt aufeinanderfolgenden Tagen. Das kann ja nur schief gehen. Hallo Schlafdefizit. Und es wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn diese Klausuren nicht so dermaßen beschissen gewesen waren.

Erster Tag (Dienstag): SprachwissenschaftenOk, die Klausur war ganz OK. Außer dass ich mich geärgert habe, soviel gelernt zu haben. Das Verhältnis von gelerntem Stoff und abgefragtem war in etwa so, wie wenn man Kurvendiskussion büffelt und dann nur das kleine Einmaleins drankommt. Beim Übersetzungsteil habe ich ein Fachwort falsch verstanden und deshalb eine Aufgabe falsch, aber das sind auch nur so 3,4 Punkte.

Zweiter Tag: Mediensprache (Übersetzen)
Schon nicht mehr ganz so fit wegen dem vielen Lernen am Tag davor, direkt nach der ersten Klausur, trete ich an und denke mir: Naja, übersetzen halt, was will man dafür groß lernen? Beim Text Japanisch-> Deutsch kam ein Text aus dem Unterricht dran, das war OK. Dann ging es weiter mit Deutsch->Japanisch…. es war grauenvoll. Es fing dabei an, da ss ich eine Stunde hatte für einen Text von einer Seite. Bei den Hausaufgaben brauche ich für eine Seite D->J mal mindestens dreimal so lang. Dann kamen in diesem Text so schöne Begriffe vor wie „Europäische Kommission für Mehrsprachigkeit“. Natürlich findet man sowas nicht im Wörterbuch. Die Klausur hat mir echt frustriert.

Letzter Tag: Sprachkompetenz
Der nächste Tag brachte dann die letzte Klausur. In dem Kurs hatten wir viel Geschäftsbriefe und Etiquette im Geschäftsbereich gelernt. Am Mittwoch habe ich also nach der Klausur angefangen, zu versuchen, möglichst viele Floskeln für Geschäftsbriefe und geschäftliche E-Mails in meinen Kopf zu kriegen. Ich konnte zwei ganze Geschäftsbriefe wörtlich auswendig. Und was wurde abgefragt? Es gab eine kleine Aufgabe, in der wir aus einem Brief 8 umgangssprachliche Sätze in schönes, hochgestochenens Geschäftsjapanisch umschreiben mussten. Eine ganze Aufgabe, in der es um ein Poster ging mit so Sachen wie „Zielgruppe der Veranstaltung“ oder „Bitte senden Sie ihre Anmeldung schriftlich an:“ Hatte ich natürlich nicht geübt, weil wir das nur in den ersten 2,3 Stunden nebenbei besprochen hatten, nie wirklich ausführlich. Ich konnte mir dann was aus den Fingern saugen. Mal schaun, ob die da wirklich genau die Formulierung hören wollten, die wir im Unterricht hatten.
Aber am „schönsten“ war, als ich dann in der letzten halben Stunde zum Leseteil kam. Einmal flüchtig draufgeschaut: Ich verstehe kein Wort. Also jedes einzelne Wort nachgeschaut. Bei „Bluthirnschranke“ hatte ich schon keinen Bock mehr, bei „Insulinspiegel“ habe ich aufgegeben und bin lieber gleich zu den Fragen gegangen. Es war Multiple-Choice und ich habe sie nach folgendem Schema beantwortet: Garnicht erst mit Bedeutungen aufhalten. Nachschaun, wo Schlagwörter im Text sind. Versuchen, die Beziehung zwischen Verb und Nomen zu ergründen, unabhängig von der Bedeutung: Tut x ….  oder ist …. verneint, also tut x das nicht? Auf der Grundlage habe ich dann die Multiple Choice Fragen „gelöst“. (Je nachdem, wie die Antwortmöglichkeiten sind, geht das durchaus.) Naja, ein paar Wörter habe ich dann noch nachgeschlagen und war dann immerhin so weit, dass es um den Einfluss von Insulin auf das Gedächtnis ging. Mehr Insulin bedeutete eine schlechtere Gedächtnisleistung. Deshalb waren Mäuse, die nichts gegessen haben, besser in Übungen als solche, die satt waren. Und dann noch irgendwas mit Fliegen und ekligem Geruch…. den Teil hab ich nicht verstanden.

Also, alles in allem waren die Klausuren der blanke Horror und ich hoffe, dass mein Schnitt nicht ganz im Keller landet.
(Wir haben übrigens auch zwei Japanisch-Überflieger, die sich hinterher laut wunderten, warum das denn alle so leicht gewesen sei. Ja… das wollte ich da nicht hören.)

Ergebnis
13.02.: Die Note von der letzten Klausur ist da – 2,0. In Anbetracht meines geistigen Zustandes während der Klausur (übermüdet und zuviel Cola) kann ich nicht einen einzigen Punkt davon mir zuschreiben. Gott ist groß :).

O MEIN GOTT O MEIN GOTT O MEIN GOTT: Ich hab in Sprachwissenschaften eine 1,0!!!! Meine allererste 1,0!!!!

01.03: In der letzten Klausur hab ich eine 1,7. So kann der Master ruhig weitergehen! (Danke, Papa!)

 

 

SUPER SUPER SUPER! GOTT IST DOCH TOLL! UND MIT IHM SCHAFFST DU DAS!!!!!!!!!!!!!!!
Du bist schließlich schlau 🙂

Advertisements

Gerade kam eine E-Mail herein über die Mailingliste unseres Studienganges. Es geht um ein Jobangebot. Gesucht: Studenten.“Ihr Profil“ (klingt immer komisch, find ich):
– großes Interesse an internationalen wirschaftlichen Zusammenhängen (Studium der BWL von Vorteil)
– hervoragende Japanischkenntnisse, die sie befähigen, telefonische Expertengespräche zu führen, Informationen zu recherchieren und die Ergebnisse professionell zu dokumentieren
Wir bieten:
– freie Mitarbeit auf flexibler Basis mit Perspektive auf Übernahme

Also, darf ich zusammenfassen: Ihr sucht einen Studenten, der neben dem Studium der BWL/VWL mal noch eben Japanisch lernt (oder umgekehrt) und das bereits soweit perfektioniert hat, dass er fließend am Telefon über fachliche Dinge diskutieren kann (ohne aber zu wissen, von welchem Fach genau man jetzt die ganzen Vokabeln kennen sollte). Dafür wollt ihr dann wahrscheinlich einen Minimallohn zahlen (ist ja nur ein Studentenjob), weil ihr vermutlich keinen Bock habt, soviel Geld für eine entsprechend ausgebildete Fachkraft auszugeben.

Also, wenn man schon Studentenjobs ausschreibt, dann sollte man nicht solche Anforderungen stellen.
Ist doch klar, dass ein Student noch nicht alles kann. Das nervt mich eh immer, wenn Jobangebote so geschrieben werden, als müsste man am besten gleich alles können und wissen und als gäbe es sowas wie „am Arbeitsplatz einlernen“ nicht.

Das zweite, was mich im Moment wahnsinnig macht, ist die Uni. Ich habe immernoch keine Note für die BA-Arbeit. Am 27.07. habe ich abgegeben. Ich weiß, dass der Prof noch 3 oder 4 Masterarbeiten betreut und kann mir denken, dass er die zuerst korrigiert, weil diese Leute ja jetzt von der Uni gehen. Außerdem weiß ich, dass er im September zwei oder drei Wochen im Urlaub war. Trotzdem, es macht mich so nervös. Dann sollen wir uns angeblich ab heute für die Kurse anmelden können, die nächste Woche starten. Geht bei mir aber nicht, da wird mir gesagt, ich erfülle die Zugangsvoraussetzungen nicht. Aber das ist 1. Semester, da gibt es keine Voraussetzungen! Die Anmeldephase geht dieses Semester nur 3 Tage (heute bis Mittwoch). Ich hab jetzt eine E-Mail an den entsprechenden Prof geschrieben und hoffe, dass ich das bis Mittwoch hinkriege. Man, die Uni macht mich noch komplett wahnsinnig.

Und zuguterletzt habe ich auch noch ein paar positive Dinge. Gestern im Gottesdienst war die Predigt über Jesaja 9,1-6. Es ging vor allem um die Namen des Messias: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Es gibt ja manche (unter anderem Juden und Muslime, aber auch manche Christen) die sagen, Jesus bzw der Messias könne nicht Gott selbst sein, sondern er sei einfach nur ein von Gott gesandter Mensch. Aber hier steht eindeutig: der Messias wird „starker Gott“ genannt werden. Auch die anderen Titel sind eigentlich Namen, die normalerweise auf Gott bezogen werden (Vater der Ewigkeit, wunderbarer Ratgeber/Helfer, wobei „wunderbar“ hier im Sinne von übernatürlich zu verstehen ist). Das ist mir nie so bewusst geworden, wie eindeutig schon im Alten Testament steht, dass der Retter, Jesus, Gott selbst ist!

An dieser Stelle ist mir dann aber eine große Schwachstelle der Guten Nachricht-Übersetzung aufgefallen, von der ich das AT habe. Mir ist ja klar, dass die nicht wörtlich ist, an manchen Stellen stark überträgt, was ja oft hilfreich ist für das Verständnis. Aber das fand ich dann doch zuviel, denn hier wird „starker Gott“ mit „mächtiger Held“ übersetzt. Klar kann ich mir denken, was die sich gedacht haben: „Zu Zeiten des AT wurde der Messias noch nicht so verstanden, dass Gott Mensch wird, das wissen wir erst so seit Jesus dann tatsächlich gekommen ist, also wird „Gott“ hier als eine Metapher für einen großen, angebeteten Helden gemeint sein.“ Aber wir gehen doch davon aus, dass dies eine Prophezeiung ist, von Gott so eingegeben, und letztendlich war „Gott“ in diesem Fall eben doch wörtlich gemeint, wie wir ein paar Jahrhunderte später gesehen haben. Das finde ich dann wirklich zuviel des Guten, wenn so etwas wichtiges derart frei übertragen wird.

Aber zurück zur Predigt, denn die hat mich sehr berührt. Es ging um eben diese Attribute: Jesus ist Gott, allmächtig, ewig, er hat einfach die Herrschaft über ALLES. Gleichzeitig ist er aber auch wie ein Vater, also er liebt uns unendlich. Was wäre das für ein Gott, der zwar allmächtig ist, aber nicht allwissend, also kein perfekter Ratgeber? Der unser Ratgeber wäre und allmächtig, aber Streit statt Frieden bringen wollte? Was wäre das für ein Gott, der für Frieden und Gerechtigkeit sorgt, mit seiner Allmacht und seinem Allwissen, aber dem wir egal wären? Der nur seine (gerechten) Regeln befolgt sehen wollte?

Aber Jesus ist alldies in einer Person: allwissend, allmächtig, ewig und bei alledem liebt er uns so unendlich wie ein Vater seine Kinder.

Ich will versuchen, darauf zu vertrauen, dass Jesus allmächtig ist und auch die Situation an der Uni in der Hand hat und mich dabei liebt und nur das beste für mich will.

EDIT, 09.10. 17:22

Ich hätt’s mir ja denken können, dass alles gut geht. Jesus hat eben doch alles in der Hand. Ich war heute beim Prüfungsamt und konnte dort quasi von Hand für die Kurse angemeldet werden. Außerdem hat der Mitarbeiter nachgeschaut und konnte sehen, dass die Note von meiner Zweitkorrektorin schon längst da ist. (1,7, juhu ;)) Was fehlt, ist die Note von meinem Betreuer. Der Mitarbeiter meinte, eigentlich hätte er nur bis Anfang September Zeit gehabt, die Note einzureichen. Deshalb werden sie ihm jetzt eine Nachricht schreiben und ihm Druck machen. Ein bisschen unfair finde ich das schon: Ein Student ist durchgefallen, wenn er die Arbeit auch nur einen Tag zu spät abgibt, aber der Professor kann die Frist verstreichen lassen und kriegt nur einen Brief vom Prüfungsamt, dass er mal in die Puschen kommen soll.

EDIT, 10.10. 11:30

Mein Professor hat auf meine E-Mail geantwortet, dass er die Note schon längst, Anfang September, eingereicht hätte. Zusammen mit der Zweitkorrektorin. Er kann sich auch nicht erklären, warum sie noch nicht da ist.
Leider kann ich jetzt doch nicht den Politik/Wirtschafts-Kurs machen, den ich als Nebenfach machen wollte, weil der sich zeitlich mit dem Übersetzungskurs überschneidet, der Pflicht ist. Schade.

EDIT, 11.10. 13:40

Wirtschaftskurs geht auch klar. Der wird zeitlich verlegt.

OUR GOD IS AN AWESOME GOD.

 

Anfang des Semesters hatte ich einen sehr glücklichen Blogeintrag geschrieben, dass ich mit Koreanisch aufhören kann, da der Master einsprachig wird. Ich war froh, mich auf Japanisch konzentrieren zu können, und angesichts der Menge an Stoff weiß ich nicht, wie ich dieses Semester Koreanisch und Japanisch zusammen geschafft hätte.

Leider blieb die Freude nicht sehr lange, nämlich nur so lange, bis die ersten Gerüchte aufkamen: Der Master bliebe zweisprachig. Die Idee, die Masterstudiengänge zu ändern, sei komplett über den Haufen geworfen worden. Dann wieder: natürlich würde der geändert. Ich schrieb zwei Verantwortliche Professoren an und bekam zwei genau entgegengestellte Antworten: Ja, der Master wird definitiv einsprachig. Nein, der Master bleibt definitiv zweisprachig. Ich fing sogar schon an, mir die Master an anderen Unis anzusehen. Denn wenn der in Bonn zweisprachig bliebe, könnte ich ihn nicht machen.

 

Gestern war dann die große Infoveranstaltung. Gleich am Anfang hieß es

Leute, das ist alles noch in Planung. Wir wissen es nicht, wie die Master im Oktober aussehen werden. Oder welche Zugangsvoraussetzungen es geben wird.

(Im Klartext: Ihr sollt euch bald bewerben und es ist für die im 5. Semester schon viel zu spät, die Wahl der Kurse noch zu ändern, um irgendwelche Bedingungen für den Master zu erfüllen. Und die genauen Bedingungen erfahrt ihr auch erst kurz vor Schluss. Aber das ist spannend, das ist wie russisch Roulette!)

Ich saß da, völlig aufgeregt und dachte nur: Wenn es jetzt heißt „Der Master bleibt zweisprachig“, muss ich mir eine andere Uni suchen.

Und ich war so erleichtert, als es dann anders kam.

  1. Es wird nur noch einen Master „Asienwissenschaften“ geben, statt vieler regionaler Master.
  2. Innerhalb dieses Masters wird man sich spezialisieren und einen Schwerpunkt wählen, der dann auch auf dem Zeugnis vermerkt wird.
  3. Der Schwerpunkt „Sprache und Translation“ erfordert (Trommelwirbel Tusch) nur eine Sprache. Die macht man sehr intensiv in den Bereichen Mediensprache, Wissenschaftssprache und so weiter. Ich war ja SO erleichtert, als das bekanntgegeben wurde.

Ich kann nur Gott danken, dass Er es so gefügt hat. Jetzt muss ich mir endlich keine Sorgen mehr darum machen, dass ich vielleicht zum Master nicht in Bonn bleiben kann.

Der Numerus Klausus wird vermutlich auch bei 3,0 liegen. Da mein Schnitt im Moment so um die 2,3 ist, habe ich da keine Bedenken.

 

Ach ja:

Gott ist toll!