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Heute war ich auf dem Kreuzberg, hab mir die Kapelle angeschaut, dort gebetet. Also, beim Spazieren im Wald, nicht in der Kapelle. Ich hab ein bisschen durch die Traktate geblättert und fand eins über einen Mann, der gesund wurde, nachdem er zu einem Pastor gebetet hatte, der irgendwann in den 90ern gestorben war. Wie groß die heilende Kraft dieses Pastors sei und dass er nun immer zu ihm beten werde. Also, ich halt ja schon in den besten Fällen nichts von Heiligenverehrung oder beten zu Maria oder so. Sowas macht mich so traurig, wir können zu unserem Vater kommen, zum allmächtigen Gott, und ihm alles alles sagen, und dann reden Leute lieber mit toten Menschen? Und wenn es einfach nur ein Pastor war, das hat finde ich nochmal eine ganz andere Dimension als bei den „Heiligen“. Da redet man also einfach zu irgendeinem toten Menschen. Und dann hat der Mann auch noch geschrieben, wie er dem toten Pastor dankt und kein Wort des Dankes ging an Gott.

Es hat mich also ganz schön aufgerieben und ich hab zu Jesus gesagt: Ich will ja nicht immer an meinen Glaubensgeschwistern herumstänkern, aber geht sowas nicht irgendwo zu weit? Und dann noch nichtmal dir dafür danken, sondern einem Menschen? Auf einer DINA4-Seite noch nichtmal ein Wort verlieren von Gott, der ihn geheilt hat, sondern nur von diesem Pastor schreiben?? Das ist doch sowas von unverschämt!

Mir war dann auch klar, dass es mir nichts bringt, mich darüber aufzuregen und mir nur mein schönes Gespräch mit Jesus kaputt macht durch meine Wut. Sich ab und an mit solchen Dingen auseinander zu setzen kann manchmal wichtig sein, um klar zu sehen, wo Grenzen sind, bringt aber wenn man’s zu viel macht nichts und hält einen nur davon ab, mit Gott zu reden. Und irgendwie ist mir dann ein Licht aufgegangen, warum Gott im AT immer verlangt, Leute auszustoßen, die Wahrsagerei oder ähnliches machen. Ich dachte ja früher immer: Voll grausam. Aber heute dachte ich: Die missachten klar Gott, wollen lieber ihr eigenes Ding drehen. Anstatt mit solchen Leute eine Gemeinschaft zu bilden und dann immer den ewigen Diskussionen ausgesetzt zu sein, warum man jetzt grad nicht mal eben die Toten beschwören kann, sagt man halt „Mach dein Ding, aber mach es woanders.“ Das spart sicher Zeit und Nerven und ich denke mal auch, wenn sie zu Gott zurückgekommen sind, hat man sie auch wieder aufgenommen.

Irgendwie habe ich diese Stellen früher immer als drakonische Säuberungsmaßnahme gesehen, ganz schön übertrieben. Aber es sparte sicher Endlosdiskussionen mit Leuten, die partout Gott missachten wollen. Und man hat Zeit für die wichtigen Dinge.

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Heute war wieder Hauskreisabend von der FeG. Es war…. ich weiß auch nicht. Ich geb euch mal  die Fakten:

  • A. wieder schwanger, mit Zwillingen. Noch nicht offiziell, weil es noch erst so 2 Monate sind. Sie hat mit ihrem Mann schon eine dreijährige Tochter.
  • K. hat ihr Kind verloren, vor zwei Wochen. Wir hatten garnicht gewusst, dass sie schwanger gewesen war, aber sie hatte es halt erst sagen wollen, wenn es mehr als 3 Monate gewesen wären. Man sagt ja, ab dem 3. Monaten ist es relativ sicher, dass das Kind bleibt. Deshalb ist es ja bei A. auch noch nicht offiziell.
  • Ich hab von der Situation in der SMD berichtet. Siehe Betbetrieb. Und davon, dass vielleicht nächstes Semester die SMD bei uns so nicht mehr existieren wird. Und davon, ob es nicht besser ist, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen, anstatt uns noch ein Jahr abzukämpfen, bis die Leiterin, die im 3. Mastersemester ist, dann ihr Studium beendet und wir nurnoch zu zweit dastehen und aufhören müssen. Und dann hätte ich fast geheult, weil ich in den drei Jahren immer wieder die Hoffnung gehabt hatte, dass neue Mitarbeiter dazukommen und wir eine aktive Gruppe werden können, in der sich alle einbringen – und nicht nur wir drei.

Und dann haben wir in der Bibel gelesen und in Jesaja 54 gelesen.

Juble, du Unfruchtbare, die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die keine Wehen gehabt hat! Denn die Söhne der Einsamen sind zahlreicher als die Söhne der Verheirateten, spricht der HERR. Mache weit den Raum deines Zeltes, und deine Zeltdecken spanne aus! Spare nicht! Mache deine Seile lang, und deine Pflöcke stecke fest! Denn du wirst dich nach rechts und links ausbreiten, und deine Nachkommen werden Nationen beerben und verödete Städte besiedeln.

Und irgendwie war es, als habe Gott zu jedem von uns gesprochen. Und ich musste die ganze Zeit auf den Vers 2 schauen und dachte: Gott verspricht uns, dass wir so eine große Gemeinschaft werden, dass wir unsere Räume noch erweitern müssen.

Ob er damit die SMD gemeint hat?

Hab neulich ein Buch gefunden, das von den verschiedenen Namen Gottes handelt. Ich fands interessant, weil die Namen in biblischen Zeiten mehr waren als eine Anhäufung von Lauten, mit der man eine bestimmte Person anspricht. Sie sollte den Charakter der Person wiederspiegeln. Also kann man aus den Namen auch auf die Eigenschaften und den Charakter Gottes schließen.

Dann habe ich in einem Forum noch mehr Namen gefunden. Ich habe so gedacht, ey, is mal bald gut? (lol)

Also:

– Elohim (mächtiger Schöpfer)

– El Roi (der Gott, der mich sieht)

– El Shaddaj (Gott, der Allmächtige)

– El Olam (Der ewige Gott)

– Jahwe Jireh (Der Herr wird vorsehen)

– Jahwe

– Adonaj (Herr, Meister)

– Jahwe Ropheh (Der Herr, der heilt)

– Jahwe Nissi (Der Herr, mein Banner)

– Esch Ochlah (Verzehrendes Feuer)

– El Qannah (eifersüchtiger Gott)

– Qedosch Jisrael (Der Heilige Israels)

– Jahwe Schalom (Der Herr ist Frieden)

– Jahwe Zebaoth (Der Herr der Heerscharen)

– Jahwe Zurih (Der Herr ist mein Fels)

– Jahwe Roi (Der Herr ist mein Hirte)

– HaSchem (Der Name)

– Melech (König)

– Isch (Ehemann)

– El Chaj (Lebendiger Gott)

– Maon (Wohnort)

– Machseh (Zuflucht)

– Magen (Schild)

– Metsuda (Burg)

– Migdal-Os (starker Turm)

– Schophet (Richter)

– Miqweh Jisrael (Hoffnung Israels)

– Jahwe Zidqenu (Der Herr, unsere Gerechtigkeit)

– El Eljon (Höchster Gott)

– Jahwe Schammah (Hier ist der Herr)

– Ab, Abba, Pater (Vater)

– El (Gott: stark, mächtig, herausragend)

– Yahweh-M’Kaddesh (Gott, der heiligt: ganz macht, absondert zur Heiligung)

– Palet (Befreier)

– Yesha, Y’shua (Retter)

– Gaol (Erlöser, vom Sklavenhändler loskaufen)

– El Berith (Gott des Bundes)

– Yahweh Elohim (Gott der Herr)

– Abhir (Der Mächtige)

– Kadosh (Der Heilige) oder wird es Kaddosh geschrieben?

– Eyaluth (Stärke)

– El Gibhor (Mächtiger Gott)

– Tsaddiq (Der Gerechte)

Noch ein paar Namen Jesu:

– heller Morgenstern

– Friedefürst/König des Friedens

– mächtiger Gott

– Immanuel (Gott mit uns)

– ewiger Vater

– Messias (der von Gott Gesalbte)

– Christus (=Messias), Gottes Sohn

– König Israels

– der Weg, die Wahrheit, das Leben, die Auferstehung

– Licht der Welt, Licht des Lebens

– Brot des Lebens

– wahrer Weinstock (ein Weinstock hält die Trauben am Leben und durch ihn bekommen sie Wasser und Nahrung)

– guter Hirte

– die Tür (zu den Schafen = uns)

– Anfänger und Vollender unseres Glaubens

– Hirt unserer Seelen

– unser Fels

– Eckstein (ohne den alles zusammenbricht)

– Bräutigam

– Menschensohn

– Hohepriester

– König aller Könige, Herr aller Herren

– Wort (Logos) Gottes

– Herrscher aller Mächte und Gewalten

– Löwe aus dem Stamm Judas

– Wurzel Davids

– das Alpha und das Omega, Beginn und Ende, der Erste und der Letzte

So, das waren die, die ich bis jetzt im Buch und Forum gefunden habe. Für Übersetzung und Rechtschreibung übernehme ich keine Haftung, ich habs einfach abgeschrieben *g*. Aber meine Güte, wie viele Namen kann Gott denn  haben?! Und jede Wette, das waren längst nicht alle. (Wer noch mehr hat, ich fänds echt interessant)

Zum Vergleich: Laut Google ist der längste menschliche Name (Meiner Meinung nach unglaublich albern): „Musikstudent George Garrett fand seinen Namen zu langweilig und änderte ihn in ein 82-Buchstaben-Ungetüm: Captain Fantastic Faster Than Superman Spiderman Batman Wolverine Hulk And The Flash Combined.“

Übrigens Fil, kannst du mir was ins verständliche Deutsche übersetzen? Auf meine Frage, ob „im“ die Pluralendung im Hebräischen ist hat man mir geantwortet: „Richtig, -im ist die maskuline Pluralendung. Der Plural von „adon“ ist „adonim“. Bei „adonai“ ist aber noch ein Suffix der 1. Perrson Singular dran und heißt also wörtlich „meine Herren“. Der Plural ist Plural majestatis und heißt dann so viel wie „mein sehr verehrter Herr“.“ Was heißt das?
Also, das heißt: „-im“ ist der Plural bei männlichen Worten (so wie „Herr“), also adon = der Herr/adonim = die Herren. Der Plural wird hier aber nicht verwendet weil es tatsächlich mehrere sind, sondern weil es sich um eine Person handelt, der man Ehrerbietung gegenüberbringt. So wie im Deutschen „Sie machen“ höflich gegenüber der Person ist (du machst), aber eigentlich ja vom Wort her Plural bedeutet (Sie (mehrere Personen) machen). Das nennt sich Pluralis majestatis: der Plural zeigt nicht mehrere Personen an, sondern die „Majestät“ einer Person
Wenn ich das richtig verstehe, ist adonai (meine Herren) zusammengesetzt aus adon- (Herr) und -ai (Plural+von mir), also „die Herren von mir“. Das ist im Deutschen etwas komisch, weil wir das Wort verändern, dem etwas gehört (mir/mein). Im Hebräisch wird aber das Wort verändert, dass den Besitz anzeigt, also „adon“ – der Herr, „adon-i“ – der Herr von [….]. „adon-im“ – die Herren, „adon-ai“ – die Herren von […] (mir, dir, uns).

War das annähernd verständlich?

Ja, ich glaub schon, danke. Wenn das sowas ist wie das Sie im deutschen hab ichs verstanden 🙂

Gerade kam eine E-Mail herein über die Mailingliste unseres Studienganges. Es geht um ein Jobangebot. Gesucht: Studenten.“Ihr Profil“ (klingt immer komisch, find ich):
– großes Interesse an internationalen wirschaftlichen Zusammenhängen (Studium der BWL von Vorteil)
– hervoragende Japanischkenntnisse, die sie befähigen, telefonische Expertengespräche zu führen, Informationen zu recherchieren und die Ergebnisse professionell zu dokumentieren
Wir bieten:
– freie Mitarbeit auf flexibler Basis mit Perspektive auf Übernahme

Also, darf ich zusammenfassen: Ihr sucht einen Studenten, der neben dem Studium der BWL/VWL mal noch eben Japanisch lernt (oder umgekehrt) und das bereits soweit perfektioniert hat, dass er fließend am Telefon über fachliche Dinge diskutieren kann (ohne aber zu wissen, von welchem Fach genau man jetzt die ganzen Vokabeln kennen sollte). Dafür wollt ihr dann wahrscheinlich einen Minimallohn zahlen (ist ja nur ein Studentenjob), weil ihr vermutlich keinen Bock habt, soviel Geld für eine entsprechend ausgebildete Fachkraft auszugeben.

Also, wenn man schon Studentenjobs ausschreibt, dann sollte man nicht solche Anforderungen stellen.
Ist doch klar, dass ein Student noch nicht alles kann. Das nervt mich eh immer, wenn Jobangebote so geschrieben werden, als müsste man am besten gleich alles können und wissen und als gäbe es sowas wie „am Arbeitsplatz einlernen“ nicht.

Das zweite, was mich im Moment wahnsinnig macht, ist die Uni. Ich habe immernoch keine Note für die BA-Arbeit. Am 27.07. habe ich abgegeben. Ich weiß, dass der Prof noch 3 oder 4 Masterarbeiten betreut und kann mir denken, dass er die zuerst korrigiert, weil diese Leute ja jetzt von der Uni gehen. Außerdem weiß ich, dass er im September zwei oder drei Wochen im Urlaub war. Trotzdem, es macht mich so nervös. Dann sollen wir uns angeblich ab heute für die Kurse anmelden können, die nächste Woche starten. Geht bei mir aber nicht, da wird mir gesagt, ich erfülle die Zugangsvoraussetzungen nicht. Aber das ist 1. Semester, da gibt es keine Voraussetzungen! Die Anmeldephase geht dieses Semester nur 3 Tage (heute bis Mittwoch). Ich hab jetzt eine E-Mail an den entsprechenden Prof geschrieben und hoffe, dass ich das bis Mittwoch hinkriege. Man, die Uni macht mich noch komplett wahnsinnig.

Und zuguterletzt habe ich auch noch ein paar positive Dinge. Gestern im Gottesdienst war die Predigt über Jesaja 9,1-6. Es ging vor allem um die Namen des Messias: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Es gibt ja manche (unter anderem Juden und Muslime, aber auch manche Christen) die sagen, Jesus bzw der Messias könne nicht Gott selbst sein, sondern er sei einfach nur ein von Gott gesandter Mensch. Aber hier steht eindeutig: der Messias wird „starker Gott“ genannt werden. Auch die anderen Titel sind eigentlich Namen, die normalerweise auf Gott bezogen werden (Vater der Ewigkeit, wunderbarer Ratgeber/Helfer, wobei „wunderbar“ hier im Sinne von übernatürlich zu verstehen ist). Das ist mir nie so bewusst geworden, wie eindeutig schon im Alten Testament steht, dass der Retter, Jesus, Gott selbst ist!

An dieser Stelle ist mir dann aber eine große Schwachstelle der Guten Nachricht-Übersetzung aufgefallen, von der ich das AT habe. Mir ist ja klar, dass die nicht wörtlich ist, an manchen Stellen stark überträgt, was ja oft hilfreich ist für das Verständnis. Aber das fand ich dann doch zuviel, denn hier wird „starker Gott“ mit „mächtiger Held“ übersetzt. Klar kann ich mir denken, was die sich gedacht haben: „Zu Zeiten des AT wurde der Messias noch nicht so verstanden, dass Gott Mensch wird, das wissen wir erst so seit Jesus dann tatsächlich gekommen ist, also wird „Gott“ hier als eine Metapher für einen großen, angebeteten Helden gemeint sein.“ Aber wir gehen doch davon aus, dass dies eine Prophezeiung ist, von Gott so eingegeben, und letztendlich war „Gott“ in diesem Fall eben doch wörtlich gemeint, wie wir ein paar Jahrhunderte später gesehen haben. Das finde ich dann wirklich zuviel des Guten, wenn so etwas wichtiges derart frei übertragen wird.

Aber zurück zur Predigt, denn die hat mich sehr berührt. Es ging um eben diese Attribute: Jesus ist Gott, allmächtig, ewig, er hat einfach die Herrschaft über ALLES. Gleichzeitig ist er aber auch wie ein Vater, also er liebt uns unendlich. Was wäre das für ein Gott, der zwar allmächtig ist, aber nicht allwissend, also kein perfekter Ratgeber? Der unser Ratgeber wäre und allmächtig, aber Streit statt Frieden bringen wollte? Was wäre das für ein Gott, der für Frieden und Gerechtigkeit sorgt, mit seiner Allmacht und seinem Allwissen, aber dem wir egal wären? Der nur seine (gerechten) Regeln befolgt sehen wollte?

Aber Jesus ist alldies in einer Person: allwissend, allmächtig, ewig und bei alledem liebt er uns so unendlich wie ein Vater seine Kinder.

Ich will versuchen, darauf zu vertrauen, dass Jesus allmächtig ist und auch die Situation an der Uni in der Hand hat und mich dabei liebt und nur das beste für mich will.

EDIT, 09.10. 17:22

Ich hätt’s mir ja denken können, dass alles gut geht. Jesus hat eben doch alles in der Hand. Ich war heute beim Prüfungsamt und konnte dort quasi von Hand für die Kurse angemeldet werden. Außerdem hat der Mitarbeiter nachgeschaut und konnte sehen, dass die Note von meiner Zweitkorrektorin schon längst da ist. (1,7, juhu ;)) Was fehlt, ist die Note von meinem Betreuer. Der Mitarbeiter meinte, eigentlich hätte er nur bis Anfang September Zeit gehabt, die Note einzureichen. Deshalb werden sie ihm jetzt eine Nachricht schreiben und ihm Druck machen. Ein bisschen unfair finde ich das schon: Ein Student ist durchgefallen, wenn er die Arbeit auch nur einen Tag zu spät abgibt, aber der Professor kann die Frist verstreichen lassen und kriegt nur einen Brief vom Prüfungsamt, dass er mal in die Puschen kommen soll.

EDIT, 10.10. 11:30

Mein Professor hat auf meine E-Mail geantwortet, dass er die Note schon längst, Anfang September, eingereicht hätte. Zusammen mit der Zweitkorrektorin. Er kann sich auch nicht erklären, warum sie noch nicht da ist.
Leider kann ich jetzt doch nicht den Politik/Wirtschafts-Kurs machen, den ich als Nebenfach machen wollte, weil der sich zeitlich mit dem Übersetzungskurs überschneidet, der Pflicht ist. Schade.

EDIT, 11.10. 13:40

Wirtschaftskurs geht auch klar. Der wird zeitlich verlegt.

OUR GOD IS AN AWESOME GOD.

Das Kreuz ist DAS Symbol für den christlichen Glauben. An einem Kreuz ist Jesus gestorben. Am Kreuz zeigt sich nicht nur Gottes Gericht, sondern auch Gottes Gnade. Ich lese gerade das Buch „Das Kreuz“ von John Stott und einige Dinge, die darin stehen, haben mich echt lange beschäftigt.

 

Was mir am wenigsten bewusst war, ist, wie die Kreuzigung in der damaligen Welt gesehen wurde. Es war nicht nur eine Strafe für Verbrecher, es galt als die grausamste und am meisten verachtete Todesstrafe im römischen Reich. Es war sogar verboten, einen römischen Bürger zum Tode am Kreuz zu verurteilen. Diese Strafe war den „Barbaren“ am Rande der Zivilisation vorbehalten. Cicero schrieb, alleine das Wort „Kreuz“ müsse schon ferngehalten werden von den Ohren eines römischen Bürgers, denn es sei „die grausamste und widerwärtigste Strafe und eines römischen Bürgers und freien Menschen unwürdig“.

Der gewöhnliche römische Mittelschicht-Bürger hütete sich, über so etwas wie die Kreuzigung zu reden oder gar nachzudenken, die Gekreuzigten waren quasi Unpersonen.

 

Auch die Juden hatten einen guten Grund, das Kreuz zu fürchten. Denn laut 5.Mose 21,23 ist jeder unter Gottes Fluch, der an einem Holz hängt. Er soll auch nicht dort hängen bleiben, sondern am selben Tag begraben. Ein Gekreuzigter hing aber für gewöhnlich mehrere Tage am Kreuz und war damit nicht nur unter dem Fluch Gottes, sondern verunreinigte zugleich auch das Land indem er hingenblieb, wie es weiter in dem Vers heißt.

 

Als ich das gelesen habe, ist mir zum ersten Mal so richtig bewusst geworden, in welchem Ausmaß sich Gott in Jesus für uns erniedrigt hat. Uns ist diese Idee heute ja eher fremd, dass es ehrenvolle Tode und verachtete Arten zu sterben gibt, und mit den Opfern von Folter haben wir vor allem Mitleid. Aber Jesus hat in einer Gesellschaft gelebt, in der das Leben eines Menschen nicht als an sich wertvoll erachtet wurde, in der die Todesstrafe fast schon zum Alltag gehörte und in der Sklaven nicht als Menschen gesehen wurden, sondern als Gebrauchsgegenstände.

In so einer Gesellschaft hat man dann auch kein Mitleid mit einem Gekreuzigten, sondern sah ihn als eine Art Unperson, als Abschaum der Gesellschaft.

 

Jetzt weiß ich auch, warum es bei Jesaja heißt „er war der Allerverachtetste“ (Jesaja 53,3). Nicht nur, dass er ein Wanderprediger aus einem unbedeutenden Provinzkaff war, dazu noch ohne offizielle theologische Aubildung. Er ist am Kreuz gestorben auf der Müllkippe Jerusalems, und war damit sowohl für Juden als auch Römer ganz unten auf der sozialen Leiter angelangt. Ein Fluch Gottes und ein unwürdig am Kreuz Gestorbener. Und jetzt verstehe ich auch so richtig, warum Paulus gesagt hat „das Wort vom Kreuz ist denen, die Verlorengehen, eine Torheit“. Nicht nur will es nicht in unseren menschlichen Verstand gehen, dass Gott sich selber opfert, um unsere Sünden zu tragen. Heldenhaft für jemand anderes zu sterben, das konnte so ein Römer sicher durchaus nachvollziehen. Aber ein GEKREUZIGTER? Ein Gekreuzigter soll unser Retter, ja sogar unser Gott sein? Das ist doch lächerlich, solche Verbrecher, die am Kreuz sterben, die sind doch der unterste vom untersten Abschaum, noch unter obdachlosen, drogenabhängigen Alkoholikern. Man stelle sich mal vor, da stirbt ein Penner unter ’ner Brücke, weil er besoffen an seiner eigenen Kotze erstickt, und später behauptet jemand: Das war Gott, der hat uns damit von unseren Sünden gerettet. So lächerlich klang das in römischen Ohren, wenn sich Paulus hinstellte und sagte: „Wir predigen den Christus, den gesalbten Retter Gottes, als den Gekreuzigten.“ (1.Korinther 1,23) Und dann sagt er sogar noch „Ich will nichts kennen als das Kreuz!“ Ein normaler Mensch, der redet doch nicht mal freiwillig von so schmutzigen Dingen wie der Kreuzigung!

 

Was ich also gemerkt habe, als ich dieses Buch gelesen habe, ist, dass ich bis jetzt nur eine sehr oberflächliche Vorstellung von der Bedeutung des Kreuzes, vor allem in der damaligen Zeit, hatte. Dass Jesus nicht nur einfach so für uns gestorben ist, quasi ehrenhaft und „mit erhobenem Haupte“, sondern einen ehrlosen Tod gestorben ist, bei dem man ihm alleine schon durch die Art der Todesstrafe zu verstehen gegeben hat: „Du bist nichts wert. Wir verachten dich.“ Und damit hat er nicht nur unsere Vergehen getragen, indem er unschuldig als Verbrecher starb, und unsere Gottverlassenheit, als Gott ihn verließ, sondern er hat auch die Verachtung ertragen, die wir Gott entgegenbringen, indem wir ihn an den Rande der Gesellschaft drängen und ihm nicht viel mehr Beachtung schenken als dem Alkoholiker, der unter der Brücke lebt.

Das Gebot heißt: Liebt einander.

Nur das.

Nicht: Helft in der Gemeinde mit!
Weder: Zieht euch richtig an!
Noch: Lächelt immer.
Nichts von: Seid immer gut gelaunt!
Oder: Seid nie wütend.
Kein: Helft immer allen Menschen.
Schon garnicht: Gebt euer ganzes Geld den anderen.

Nur das:

Liebt einander.

Mittlerweile bin ich ja schon recht fleißig dabei, Bücher für die Bachelorarbeit zu lesen. Damit ich meine Stichpunkte hinterher noch lesen kann, schreibe ich sie auf dem Computer. Da geht das alles sehr ordentlich und man kann auch übersichtlicher einzelne Abschnitte markieren. Da ich keine Lust habe, immer auf die gleiche Tapete zu starren, gehe ich manchmal in den Arbeitsraum in der Unibibliothek. Da bin ich ein wenig unter Menschen und kann, wenn ich eine Pause brauche, den Unterhaltungen um mich herum zuhören oder in den Zeitschriftenlesesaal gehen und zur Entspannung etwas anderes lesen.

Also saß ich heute nach der Physiotherapie in der Bib. Gegen Mittag, als ich Hunger bekam, war ich zu faul, extra nach Hause zu gehen und zu kochen. Ich ging zum Asia-Imbiss-Laden und aß ein paar leckere gebratene Nudeln mit Frühlingsrollen. Als ich wieder in der Unibibliothek ankam, fuhr ich wie immer erstmal den Laptop hoch. Der Bildschirm blieb lange schwarz, wurde dann weiß und blieb weiß. Das Geräusch ertönte, welches normalerweise anzeigt, dass der Anmeldebildschirm bereit ist. Alles war weiß. Etwas beunruhigt schaltete ich den Computer aus und wieder an. Weiß. Ein drittes Mal. Weiß. OK, jetzt fing ich an zu beten.

Das kann doch wohl nicht wahr sein, Papa! Da sind alle meine Notizen drauf. Aus DREI Büchern, die ich schon gelesen habe. (Meine anderen Sachen, wie alle Fotos, sind zum Glück auf einer externen Festplatte als Sicherungskopie.) Und ja, ich merke auch grade, dass es eine dumme Idee war, mit den Sicherungskopien der Sachen für die Bachelorarbeit noch zu warten. Bitte bitte las das jetzt nicht alles Pfutsch sein.

Ich fahre noch ein paarmal hoch und wieder runter. Weiß. Also gehe ich nach Hause. Erstmal duschen. Unter der Dusche mache ich mir Gedanken, ob und in wieweit man von Gott zu einem Wunder bewegen kann. Wie war das mit „Wenn dein Glaube nur so groß ist wie ein Senfkorn…“? Wie misst man Glauben? Ab wann ist groß genug?

Nach der Dusche schalte ich den Rechner wieder ein. Weiß. Frustriert (und zugegebenermaßen etwas sauer auf Gott, hier geht es immerhin nicht nur um einen defekten PC, sondern auch um meine Bacherlorarbeit und viel vergebliche Mühe) klappe ich den Laptop zu und überlege, ob mein Bruder wohl eine Ferndiagnose via Telefon hinkriegen würde. Vermutlich nicht, zumindest kann man ja nicht viel sagen. Bildschirm weiß, könnte jetzt vieles sein. Ich klappe den Laptop wieder auf, um ihn auszuschalten, und sehe – den Anmeldebildschirm. OK, schnell anmelden und bevor irgendetwas passiert die Daten für die Bachelorarbeit sichern. Klappt alles, ich bin SO erleichtert. Dann fahre ich den Laptop probehalber runter und wieder hoch. Alles funktioniert.

Papa ist doch der beste. Und er sieht jede Not, auch die vergleichsweise kleine.

Und zum Glück scheint er auch was von IT zu verstehen. 🙂

 

Update:

Heute hat der Computer doch wieder angefangen zu zicken. Mein Bruder meinte via Ferndiagnose, das klänge nach einem Wackelkontakt. Also bin ich heute abend noch nach Köln zum Saturn (der zum Glück bis 22 Uhr offen hat) und habe den Laptop zur Reparatur einschicken lassen. Das würde so zwei Wochen, meinten die. Wenigstens habe ich alle Sachen für die Bachelorarbeit auf einem USB-Stick gesichert. Und zum Glück hatte ich meinen alten Laptop noch nicht verkauft. Ich wollte schon die ganze Zeit eine Anzeige gemacht haben, war aber einfach nicht dazu gekommen. Und es ist gut, dass das ganze nicht im Semester passiert ist, wo ich wirklich ständig an den PC muss.

Diesen Film habe ich über einen Artikel in der pro gefunden.

http://www.blind-derfilm.de/de/

Ich bin ja bekanntermaßen kein Freund davon, alles mögliche dem Teufel in die Schuhe zu schieben. Wo es doch oft genug wir selber sind, die sich in den eigenen Ängsten, Gedanken und Sehnsüchten verrennen. Und darüber den eigentlichen Schatz nicht mehr sehen (wollen).

Trotzdem fand ich diesen Kurzfilm richtig gut. Wenn wir schon einmal in der falschen Richtung auf dem Weg sind, ist der Teufel zur Stelle und reicht uns die „helfende“ Hand.

 

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Nebenbei auch eine kleine Bemerkung zu meinem gesundheitlichen Zustand: Meinem Knie geht es schon besser. Ich kann es schon viel mehr bewegen, sogar wieder fast ganz ausstrecken. Belasten geht natürlich noch nicht, also humpel ich weiter an Krücken. Aber ich kann jetzt auch mal in anderen Positionen sitzen und liegen und das Bein auch mal anwinkeln, worüber sich mein Rücken freut. Also, es geht bergauf!