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Ich liebe dieses Wetter! Soooooo schöner blauer Himmel, sooooooo schön warm, sooooooooo schöne Sonne und ich zwinge mich dazu, kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn mein Vater renoviert und nicht will, dass ich helfe oder wenn ich es tun würde auch Stress machen würde und ich das „Bau Putzen“ lieber auf später verlege damit ich es in Ruhe machen kann. Dafür nehm ich mir n Buch und setz mich raus.

Gut, dass ne Bekannte, deren Namen ich hier nicht schreiben sollte, (wer genaueres wissen will: Fragen kostet nichts) mir neulich ein Sonnenspray geschenkt hat, das sie nicht verträgt. Macht mir die Tatsache, dass sie es, wie sie sagt, in Sünde erworben hat auch wenig, dadurch verliert es ja nicht seine Wirkung.

Irgendwie hab ich im letzten Jahr einige interessante Leute kennen gelernt…

Also das Sternchen, von der ich schon geschrieben hab (ihr geht’s glaub ich allgemein etwas besser, keine Selbstmordgefahr mehr), ein paar sehr interessante Leute im Straßencafe, die Mädchen beim Mädchenklub ❤ und jetzt diese Person. Und die ist wirklich von allen die interessanteste… aber ich glaub, auf dem Blog sollte ich nicht so viel über sie schreiben. Wer mag kann aber sehr gerne für sie und ihre Gesundheit beten und für mich, dass ich mit ihr richtig umgehe.    

Auf vielfachen Wunsch von einer Person einen kurzen Bericht von dem, was ich am Sonntag abend gemacht hab:
Was mir sehr fehlt ist eine feste Gruppe, wo es keinen frontalen „Bibelunterricht“ gibt wie im Gottesdienst sondern man sich austauscht und für einander betet und schonmal etwas zusammen unternimmt.
Dann hat ne Freundin im Internet von einem JEK gelesen in der Urchristlichen Gemeinde. Da war ich vor ein paar Jahren schon, bevor ich nach Marburg gezogen bin. Ich war da in einem Kurs über Kommunikation und Gottesbeziehung – hach Bithja, sprichs doch einfach aus, es ging um Prophetie. Fasziniert mich total.
Egal, zurück zum JEK. Sandra hat kurz vorher doch abgesagt, leider. Dabei traue ich mich sowas eigentlich nicht alleine, also irgendwo hin zu gehen wo ich nicht weiß, was mich erwartet und wo ich keinen kenne. Aber die Alternative wäre Business as usual, und ich wollte unbedingt mal was anderes, raus aus dem immer gleichen Trott. Also bin ich doch alleine hin. War ziemlich nervös und hab mich noch 10 Meter vor dem Ziel gefragt ob ich nicht lieber umdrehen soll. Aber dann hab ich gedacht, die Entscheidung ist doch schon längst gefallen, das hätte ich mir vorher überlegen sollen, jetzt bin ich schonmal hier.
Also bin ich rein. Und hab den ersten, den ich gesehen hab (Gott sei dank direkt im Flur) nach dem JEK gefragt, der war wohl eine Art Leiter des Vereins und hat sich gefreut, dass ich einfach mal so gekommen bin. Hat sich als Emmi vorgestellt. Hat mich gefragt, wie es kommt, dass ich da bin und ich hab ihn ein bisschen was nach dem JEK gefragt (Sie nennen ihn den Stützpunkt…) und nach und nach kamen die anderen. Auch so in meinem Alter, vielleicht ein bisschen jünger, aber nicht viel. Und einfach WAHNSINNIG! Es wurde drinnen Federball gespielt und man hat sich gegenseitig mit Tischtennisbällen beworfen und nur Quatsch gemacht… wobei, später haben wir noch Lobpreis gemacht und ganz spontan Abendmahl, und da kein Brot und Wein da war mussten Wasser und Kuchen herhalten. (Jetzt, in diesem Moment würde ich gern dein Gesicht sehen, lieber Leser :-D)
Also auf gut deutsch, ich glaub, die sind so blöd wie ich. Passt.
Nächste Woche ist ne Veranstaltung von der Gemeinde, also kein Stützpunkt-JEK, aber ich freu mich schon auf übernächste Woche.

Beruflich:

Vorgestern habe ich eine SMS gekriegt, die Leiterin von einem Nachhilfeinstitut, bei dem ich vor ich weiß nicht wann mal gefragt hab, ob sie noch Mitarbeiter brauchen. Habs eigentlich schon längst vergessen. Abgekackt. Aber jetzt hat sie mich gefragt, ob ich als freie Mitarbeiterin einsteigen will. Gestern war ich das erste mal da, hab erst eine Gruppe und eine als Vertretung, aber eine andere von ihnen will diesen Sommer wahrscheinlich aufhören und sie brauchen Leute, die die Gruppen weiter führen. Also werde ich wahrscheinlich mehr bekommen. Also, Nachhilfe habe ich schon oft gegeben und das kann ich mit Sicherheit. Also, auch wenn es jetzt noch nicht reicht ist es ein guter Anfang.

In der Familie:

Ich hab schon vor ein paar Wochen gemerkt, dass die Zeit, wo ich jeden Kontakt zu Mama soweit es geht vermieden habe vorbei ist. Ich hatte Zeit, mir über meine Grenzen klar zu werden und was ich mir von Mama sagen lassen will und was nicht. Und dass ich diese Grenzen verteidigen werde. Und ich glaube, so langsam ist wieder die Zeit, es nochmal zu versuchen. Sie hat neulich das erste mal seit ich weiß nicht wann über fb mir (wenn auch verschlüsselt) mitgeteilt, dass sie mich liebt. Ich saß eine halbe Stunde vor dem PC und hab geheult. Ich hab nur gedacht, meine Mama liebt mich! Aber meine Grenzen trotzdem zu akseptieren wird sie lernen müssen. Wenn ich nein sage heißt das schließlich nicht, dass ich sie als Person ablehne.

Geistlich:

Da hab ich auch endlich wieder ne Möglichkeit gefunden, wieder etwas Regelmäßigkeit reinzubekommen. Mir ist es in den letzten bestimmt mindestens 5 Jahren so auf den Wecker gegangen, dass ich mich tagelang kaum um Jesus geschert habe. Teilweise bin ich darüber halb wahnsinnig geworden, hab so gedacht, ich wär gar kein Christ mehr und so. Kann gar nicht so genau sagen, ob es einen Punkt gegeben hat, wo Gott geredet hat oder gewirkt oder so. Ich weiß nur, dass ich in den letzten Wochen immer wieder Gedanken hatte, was ich ändern sollte, damit das besser wird. Zum Bespiel habe ich ganz früher immer vor dem Schlafen gehen Bibel gelesen und das irgendwann aufgegeben, ich weiß nicht warum. Aber daran hab ich jetzt gedacht und dass es gut geklappt hat. Deswegen hab ich damit jetzt wieder angefangen und es klappt wirklich gut. Vielleicht weil es so zum „Einschlafritual“ gehört und ich es deswegen nicht vergesse. Oder dass ich mir die eine oder andere Angewohnheit angewöhnt habe, mit der Gott wohl nicht so glücklich ist und ich mehr als vorher das reflektiere, was ich sage und denke. Und noch das Eine oder Andere mehr, aber auf jeden Fall läuft das jetzt auch wieder besser.

Wohnlich:

Opa ist vor einem Monat gestorben. War abzusehen, deswegen gehts mir glaub ich auch wieder ganz gut. Klar war ich traurig, aber nicht so lang wie es bei Oma war. Seine Pflegerin ist also auch wieder weg. Im Moment wohne ich alleine hier im Haus, aber das wird sich auch bald ändern. Mein Bruder will mit einziehen, wir haben uns geeinigt, dass er in meine Noch-Wohnung zieht und ich runter ziehe. 1. weil es mich nicht so stört wie ihn, wenn über mir jemand wohnt (höhöhö, das klingt vielleicht: Er will nicht, dass jemand über ihm ist xD) und 2. weil ich die Wohnung unten schöner finde. Sie ist zwar kleiner, aber so hab ich weniger zu putzen :-D. Übrigennds besteht mein Papa darauf, dass alles grunderneuert wird. Ich wollte das eigentlich erst gar nicht, aber er hat so darauf bestanden, also ok… bitte, wenn er SOOOO darauf besteht xDDDD

Klingt doch eigentlich im Großen und Ganzen ganz gut. Ach ja, was vergessen:

Ehrenamtlich:

Ungefär 20 Minuten von hier ist ein sozialer Brennpunkt, wo meine Gemeinde ein Mädchenklub (Jungschar) betreibt, die haben nach ner neuen Mitarbeiterin gesucht und ich hab mich gemeldet. Ich muss dazu sagen, wegen den blöden Erfahrungen in den letzten Jahren bin ich sehr vorsichtig geworden was Sympatie und so angeht. Ich wollte einfach nicht, dass mich wieder jemand verletzt. Deswegen hab ich auch keinen wirklich emotional an mich rangelassen und hatte eigentlich dasselbe mit diesen Mädchen vor. Ich wollte da mitarbeiten, Gruppenstunden mit durchführen, aber wollte nicht, dass mir jemand zu nahe kommt. Hehehe, Fehlanzeige! Weil die Mädchen mich einfach im Sturm erobert haben! Ich wurde vorgewarnt, dass es sehr komplizierte Mädchen sind, zum Teil aus völlig zerrüttelten Familien, vernachlässigt, keine Grenzen und so, oder aus muslimischem Hintergrund, die eigentlich keine christlichen Geschichten hören dürfen. (Wir machen es natürlich trotzdem, die Mädchen und ihre Eltern wissen das und sie sind trotzdem jede Woche da!) Ich wusste zwar, dass ich etwas schwierige Kinder mag, aber die sind soooooooooooooooooooo toll! Also nichts mehr mit emotionalem Panzer. Na, wenn das mal gut geht. Aber hier glaub ich schon.

Letzte Woche: Drei Klausuren an drei direkt aufeinanderfolgenden Tagen. Das kann ja nur schief gehen. Hallo Schlafdefizit. Und es wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn diese Klausuren nicht so dermaßen beschissen gewesen waren.

Erster Tag (Dienstag): SprachwissenschaftenOk, die Klausur war ganz OK. Außer dass ich mich geärgert habe, soviel gelernt zu haben. Das Verhältnis von gelerntem Stoff und abgefragtem war in etwa so, wie wenn man Kurvendiskussion büffelt und dann nur das kleine Einmaleins drankommt. Beim Übersetzungsteil habe ich ein Fachwort falsch verstanden und deshalb eine Aufgabe falsch, aber das sind auch nur so 3,4 Punkte.

Zweiter Tag: Mediensprache (Übersetzen)
Schon nicht mehr ganz so fit wegen dem vielen Lernen am Tag davor, direkt nach der ersten Klausur, trete ich an und denke mir: Naja, übersetzen halt, was will man dafür groß lernen? Beim Text Japanisch-> Deutsch kam ein Text aus dem Unterricht dran, das war OK. Dann ging es weiter mit Deutsch->Japanisch…. es war grauenvoll. Es fing dabei an, da ss ich eine Stunde hatte für einen Text von einer Seite. Bei den Hausaufgaben brauche ich für eine Seite D->J mal mindestens dreimal so lang. Dann kamen in diesem Text so schöne Begriffe vor wie „Europäische Kommission für Mehrsprachigkeit“. Natürlich findet man sowas nicht im Wörterbuch. Die Klausur hat mir echt frustriert.

Letzter Tag: Sprachkompetenz
Der nächste Tag brachte dann die letzte Klausur. In dem Kurs hatten wir viel Geschäftsbriefe und Etiquette im Geschäftsbereich gelernt. Am Mittwoch habe ich also nach der Klausur angefangen, zu versuchen, möglichst viele Floskeln für Geschäftsbriefe und geschäftliche E-Mails in meinen Kopf zu kriegen. Ich konnte zwei ganze Geschäftsbriefe wörtlich auswendig. Und was wurde abgefragt? Es gab eine kleine Aufgabe, in der wir aus einem Brief 8 umgangssprachliche Sätze in schönes, hochgestochenens Geschäftsjapanisch umschreiben mussten. Eine ganze Aufgabe, in der es um ein Poster ging mit so Sachen wie „Zielgruppe der Veranstaltung“ oder „Bitte senden Sie ihre Anmeldung schriftlich an:“ Hatte ich natürlich nicht geübt, weil wir das nur in den ersten 2,3 Stunden nebenbei besprochen hatten, nie wirklich ausführlich. Ich konnte mir dann was aus den Fingern saugen. Mal schaun, ob die da wirklich genau die Formulierung hören wollten, die wir im Unterricht hatten.
Aber am „schönsten“ war, als ich dann in der letzten halben Stunde zum Leseteil kam. Einmal flüchtig draufgeschaut: Ich verstehe kein Wort. Also jedes einzelne Wort nachgeschaut. Bei „Bluthirnschranke“ hatte ich schon keinen Bock mehr, bei „Insulinspiegel“ habe ich aufgegeben und bin lieber gleich zu den Fragen gegangen. Es war Multiple-Choice und ich habe sie nach folgendem Schema beantwortet: Garnicht erst mit Bedeutungen aufhalten. Nachschaun, wo Schlagwörter im Text sind. Versuchen, die Beziehung zwischen Verb und Nomen zu ergründen, unabhängig von der Bedeutung: Tut x ….  oder ist …. verneint, also tut x das nicht? Auf der Grundlage habe ich dann die Multiple Choice Fragen „gelöst“. (Je nachdem, wie die Antwortmöglichkeiten sind, geht das durchaus.) Naja, ein paar Wörter habe ich dann noch nachgeschlagen und war dann immerhin so weit, dass es um den Einfluss von Insulin auf das Gedächtnis ging. Mehr Insulin bedeutete eine schlechtere Gedächtnisleistung. Deshalb waren Mäuse, die nichts gegessen haben, besser in Übungen als solche, die satt waren. Und dann noch irgendwas mit Fliegen und ekligem Geruch…. den Teil hab ich nicht verstanden.

Also, alles in allem waren die Klausuren der blanke Horror und ich hoffe, dass mein Schnitt nicht ganz im Keller landet.
(Wir haben übrigens auch zwei Japanisch-Überflieger, die sich hinterher laut wunderten, warum das denn alle so leicht gewesen sei. Ja… das wollte ich da nicht hören.)

Ergebnis
13.02.: Die Note von der letzten Klausur ist da – 2,0. In Anbetracht meines geistigen Zustandes während der Klausur (übermüdet und zuviel Cola) kann ich nicht einen einzigen Punkt davon mir zuschreiben. Gott ist groß :).

O MEIN GOTT O MEIN GOTT O MEIN GOTT: Ich hab in Sprachwissenschaften eine 1,0!!!! Meine allererste 1,0!!!!

01.03: In der letzten Klausur hab ich eine 1,7. So kann der Master ruhig weitergehen! (Danke, Papa!)

 

 

SUPER SUPER SUPER! GOTT IST DOCH TOLL! UND MIT IHM SCHAFFST DU DAS!!!!!!!!!!!!!!!
Du bist schließlich schlau 🙂

Das hab ich Weihnachten jetzt tatsächlich gemacht:

Am Wochenende vor Weihnachten war Fil bei mir. War (natürlich) voll lustig, wir haben Tee gekocht und den in Siegen an Obdachlose und Bettler in der Fußgängerzone verteilt. War aber auch so ein bisschen, um Kraft zu sammeln, weil ich gar nicht wusste, was mich Weihnachten erwarten würde. Bis dahin hab ich nämlich immer Weihnachten komplett, das heißt, vom 24. bis mindestens 26. komplett bei meinen Eltern „gefeiert“.

Aber in 2012 ist einfach einiges gewesen, was mich befähigt hat, zu sagen, dass ich das nicht mehr will und auch danach zu handeln. Ich hatte vorher mehr oder weniger vor ich hingelitten, gedacht, dass es mir nicht gut damit geht, aber ich nicht das Recht hab, zu sagen, ich wolle es anders oder dass ich undankbar sei, oder anormal oder so. Aber hey, warum eigentlich? Bei der Fortbildung hab ich gelernt, meine Grenzen wahrzunehmen und zu verteidigen, in Gesprächen mit anderen Betroffenen hab ich gelernt, wie diese Gedanken in meinem Kopf zustande kamen und wo sie ihren Ursprung haben und ich hab angefangen, das Ganze, was ich denke mal objektiv zu sehen: Was ist daran undankbar, wenn ich sage, ich möchte nicht 3 Tage bei meiner Familie leben und damit wahrscheinlich nicht nur mich quälen sondern vielleicht auch andere? Und warum bin ich deswegen anormal, immerhin ist auch Mama nicht die ganze Zeit bei Oma und davon abgesehen ist unsere Familie da wirklich nicht ein Musterbeispiel, wie es sein sollte. Viel zu eng und gleichzeitig gleichgültig und erdrückend. Eine komische Mischung. Und meine anderen Freunde sind auch nicht die ganze Zeit bei der Familie. (Eine alte Freundin hat sogar mal gesagt, dass sie nicht Muttertag feiern!)

Aber genug Emo 😀

Ich hatte ein bisschen Angst, es meiner Familie zu sagen. Gott sei Dank kam mir meine Oma zur Hilfe. Ich hab ihr mein Dilemma geschildert und sie hat mir den Rat gegeben, Heilig Abend auf Einladung zu kommen, einen Feiertag bei ihr, also Oma zu verbringen und einen Feiertag bei Opa (immerhin könnte das sein letztes Weihnachten gewesen sein). War erst unsicher, aber dann fand ich die Idee doch gut. Als Papa mich dann ich glaub am Donnerstag oder Freitag vorher gefragt hat, hab ich ihm das so gesagt. Also war ich Heilig Abend bei Mama und Papa. Allerdings war ich nicht mit Mama zusammen im Gottesdienst, sie und Oma waren in der Kirche und ich in der Gemeinde. War auch das erste mal, dass ich selber entschieden habe, in welchen Weihnachtsgottesdienst ich gehe. Klingt komisch für ne erwachsene Frau, merk ich grade 😀 Erst danach bin ich zu meiner Familie gegangen. Als ich angekommen bin, war Mama noch im Gottesdienst und ich saß ein bisschen auf Kohlen, weil ich nicht wusste, was mich erwartete: Haß? Verachtung? übertriebene Liebe? Spott? Aber ich hab mir immer wieder gesagt, dass mir gar nichts passieren kann, wenn sie mir tatsächlich zu dumm kommen würde, konnte ich einfach gehen. Und ich glaube, ich hätte es wirklich gekonnt. Ich bin nicht auf die Gnade meiner Mutter angewiesen. Ich bin mehr wert als das, was sie manchmal in mir sieht. Und das Wissen hat mir dann geholfen, ruhig zu bleiben.

Als sie gekommen ist, war sie tatsächlich not amused. Ich weiß nicht genau, was sie hatte, aber als sie behauptet hat, es sei doch gar nichts konnte ich es tatsächlich auch dabei bewenden lassen und diese Bemerkung als „Ich will nicht darüber reden“ verstehen und nicht als „Ich will bestimmen, was du fühlst.“ Es hat mich nicht runter gezogen. Und als wir dann gegessen haben, hat sie ihre Weihnachtsmiene sehr gut aufgesetzt, so dass man kaum noch merkte, dass sie eigentlich scheiße drauf war und man konnte es gut aushalten. Ich bin glaub ich bis so sieben oder halb acht da geblieben und hab mich dann verabschiedet und ich glaube, es war soweit auch für sie ok.

Übrigends gab es den ganzen Abend soweit ich mich erinnern kann, außer dem „Es ist gar nichts“ keine weiteren verbalen Attacken. Sehr gut, Mama!

Ich glaub, den nächsten Tag war ich bei Oma, aber nicht den ganzen Tag, nur zum Mittagessen, weil nachmittags Mama zu Oma kommen wollte. War richtig schön, aber das ist es bei ihr meistens.

Die restliche Zeit war ich zu Hause. Ich war zwischendurch bei Opa, Papa und Jens waren auch mal da und wir haben zusammen Kaffee getrunken. Alina war auch dabei und ihre Tochter, die zu Besuch war, auch. Die studiert Germanistik und spricht sehr gut deutsch. War echt schön. Die war auch zwischendurch mal bei mir, wir haben Spiele gemacht und einen Film gesehen. Ich hab ihr Kalaha beigebracht, sie war echt gut. Richtig entspannt, so kannte ich Weihnachten noch gar nicht. Und ich hab immer gedacht, dass man einsam wäre, wenn man Weihnachten zu Hause wäre. Weil manche sagen, das wären alles arme Würstchen, die Weihnachten nicht bei der Familie sind. Aber das war ich doch, nur nicht die ganze Zeit. Und ich hab gemerkt, dass es einfach schön sein kann. Die Version von Weihnachten, die ich vorher kannte, die angeblich besinnliche, familiäre, das war für mich die Einsame und Traurige, weil wir zusammen waren, uns aber nicht wirklich viel zu sagen hatten. So konnte ich es endlich mal genießen und ich hab gedacht, es war unnötig, dass ich in den letzten Jahren in so eine Anti-Weihnachts-Stimmung gekommen bin.

Vor nicht mal 2 Wochen hatte Mama Geburtstag. Ich wurde am Tag vorher von Papa eingeladen, auf meine Nachfrage, was denn an Mamas Geburtstag wäre. Ich will nämlich nicht mehr einfach selbstverständlich kommen, weil ich glaube, dann wird es als selbstverständlich genommen, dass alles immer so weiter geht wie bisher. Also bin ich auf Einladung da hin Und da hab ich gemerkt, dass ich mir Mamas diskrimminierende Art tatsächlich nicht einbilde. Nicht, dass sie an dem Tag gegen mich gewettert hat oder mich beleidigt hat. Sie hatte Papa im Visier. Sie hat mich an eine frühere Klassenkameradin erinnert, die mich gemobbt hat. Derselbe Tonfall, derselbe Spott, derselbe geschickte Versuch, Anwesende auf ihre Seite zu ziehen, um gemeinsam gegen einen Schwächeren vorzugehen. Papa hat mir voll leid getan, sie hat ihn mit einem Hund verglichen, wollte ihn an die Leine nehmen, damit er sich nicht verläuft oder wenn er Sport machen wollte, hat sie ihn zum Hamster gemacht, den man in ein Laufrad setzen konnte. Dann könnte man damit wenigstens noch Strom produzieren und damit was verdienen anstatt teure Sportgeräte anzuschaffen. Klingt lustig und wenn man unreflektiert dabei wäre, wäre es das sicher auch. Aber ich hab nur gedacht, armer Papa!

Das hat mir 2 Dinge gezeigt:

1. Es war richtig von mir, anzufangen, da auszubrechen. Was in meiner Familie passiert ist wirklich nicht gesund, und wenn ich ihnen schon nicht helfen kann, muss ich mich selbst schützen. Es ist nicht böse und ich bin auch nicht undankbar deswegen oder eine Nestbeschmutzerin. Wenn es eine Nestbeschmutzerin gibt ist es die Person, die die Familie in einem schlechten Licht dastehen lässt weil sie sich schlecht verhält und nicht die Person, die es beim Namen nennt oder das nicht mehr mitmachen will. Schließlich ist auch derjenige der Umweltverschmutzer, der Giftmüll im Wald abladet und nicht derjenige, der sich daran stört und die Behörden alamiert.

2. Ich kann nicht mit Papas Hilfe rechnen, jedenfalls nicht mit der Hilfe meines irdischen Papas. Er ist zwar richtig lieb und in praktischen, handwerklichen Dingen auch echt hilfsbereit. Aber wenn es darum geht, sich gegen Mama durchzusetzen, Grenzen zu verteidigen und ich selbst zu sein wird er mir nicht helfen. Er ist schwach und das meine ich jetzt nicht abwertend oder so. Einfach, dass er nicht gegen Mama ankommt. Deswegen konnte er mich als Kind auch nie vor ihr schützen. Ich hab mich immer gefragt, warum ich, wenn es um Gott geht, eine tolle Beziehung zu Jesus habe und mit dem heiligen Geist auch prima klar komme, aber Gott als Vater war immer so, ja, den gibts auch noch, aber mehr auch nicht. Seit ich das hier mit Papa kapiert hab, ist auch Gott als Vater viel präsenter, also gefühlt präsenter. Hm…

Ich habe es tatsächlich getan: Ich habe meinem Bruder ein Buch mit kleinen „Weisheitsgeschichten“ geschenkt, aber aus der christlichen Buchhandlung. Das heißt, da werden auch Sachen über Gott drin vorkommen. Ich bin mal gespannt.

Und ich habe meinem Vater einen Kalender geschenkt, mit Bildern von Bergen und christlichen Sprüchen, also Bibelzitate. Da sind dann natürlich auch „allgemeine“ Sachen dabei wie

Bei allem, was ihr tut, lasst euch von der Liebe  leiten.

1.Korinther  16,14

Aber auch (April)

Das ist die rettende Botschaft: Jesus hat dem Tod die Macht genommen und das Leben – unvergänglich und ewig – ans Licht gebracht.

2. Thimotheus 1,1o

Beide haben sich sehr gefreut. Zugegebenermaßen, mein Vater hat den Kalender garnicht von innen angeschaut, sondern nur gesehen, dass es Bergmotive sind und fand das gleich toll.

Ein bisschen habe ich dieses Geschenk auch gemacht, weil ich Gott irgendwie daran erinnern wollte, dass er gesagt hat, er rettet meine Eltern. Zumindest sehe ich das Bild so, dass ich seit dem Freakstock sehe. Davor habe ich immer, wenn ich für meine Familie gebetet habe, sie vor mir knien sehen und Jesus stand hinter mir und hat von hinten seine Hände über meine gelegt und sie durch mich gesegnet. Seitdem sehe ich ein anderes Bild, nämlich, dass meine Eltern und mein Bruder vor Jesus knien und ich knie hinter ihnen und lege ihnen von Hinten die Hände auf und Jesus hält seine Hände über uns alle. Vielleicht wollte ich Gott ein bisschen „auf die Sprünge helfen“ und habe deshalb mal ganz offensiv diese Sachen verschenkt.

Heute morgen habe ich dann dafür gebetet, dass mein Vater und mein Bruder beim Lesen der Kalendersrpüche/des Buches nicht genervt sind davon, sondern dass sie es sich irgendwie zu Herzen nehmen. Und da zeigte Jesus mir das Bild von einem Samen in der Erde. So eins:

Ich sah den Samen vor meinem inneren Auge wachsen und da fiel mir auf: Erstmal passierte ganz viel im Samenkorn selber, bevor überhaupt ein kleines Stück Spross die Hülle aufbrach. Dann kam der Spross langsam aus der Hülle, war aber noch tief unter der Erde. Er musste erstmal durch die ganze Erde durch, immer höher wachsen, bis er endlich an der Oberfläche hervorbrach. Wenn er das getan hatte, war er aber immer noch nur ein kleiner Stippel, bei dem wirklich nur ein Fachmann sagen konnte, dass das eine Pflanze ist und nicht etwa ein kleiner grüner Stein. Dann wächst die Pflanze langsam mehr und sieht aber immer noch nur aus wie ein komischer Stengel, weil sich die Blätter noch nicht entfaltet haben. Dann entfalten sich die Blätter und man kann endlich, nach langer Zeit, sehen, dass es eine Pflanze ist, aber immer noch nicht, was für eine. Das dauert dann noch viel viel länger.

Ob Gott wohl schon in ihnen arbeitet? Ob  sie schon etwas spüren, vielleicht schon ein bisschen mit dem Spross aus der Samenhülle hinausgestoßen sind, man sieht es nur nicht?

Seit dem 7. Dezember bin ich es endlich! Deeskalationstrainerin der Gewaltakademie! Ich war mir bis zum letzten Moment total unsicher, ob ich das Zertifikat wirklich bekomme, weil so wenige Leute beim Training dabei waren. Ich war unsicher, ob es mir anerkannt würde. Aber ich hab getan was ich konnte und das hat auch der Hartmut (Lehrtrainer) gesagt. Er meinte, als ich ihm das gesagt hab, das wäre jetzt eben so und ich hätte das ja sicher in meinem Bericht erklärt. Das hab ich auch, aber ich war mir unsicher, ob das reichen würde.

Umso erleichteter war ich, als ich tatsächlich aufgerufen wurde und mein Zertifikat in Empfang nehmen konnte. Danach haben wir noch (mit der Ausbildungegruppe) gefeiert, war echt lustig. Auch, wenn ich mit dem ganzen Trinken und so nichts anfangen konnte (war froh, dass wir eine Muslimin in der Gruppe hatten, die auch nicht getrunken hatte, da hab ich mich nicht so allein gefühlt.) Die anderen waren ziemlich zu und völlig verrückt. Ich hab teilweise so gelacht, weil es einfach so blöd war und manchmal hab ich gedacht, Erde an Leute, jemand da? Aber war echt lustig.

Aber irgendwie konnte ich mich doch nicht so freuen, wie ich gedacht hab. Seltsam. Ich meine, ich bin echt froh, dass ich bestanden hab. Aber nicht so, wie ich dachte. und das war nicht das einzige mal. Ich hab schon länger gemerkt, dass ich mich kaum freuen kann, nur schlecht schlafen konnte und trotzdem immerzu müde war, dass ich mich nur wenig konzentrieren konnte, mich zu nichts aufraffen konnte (und sei es auch nur, aufzuwaschen oder einen Brief wegzubringen), hatte verrückte Angst, dass sich nie was ändern würde, dass ich keine Freunde hätte, dass Gott mich verstoßen hätte, dass ich völlig verarme und ich weiß net was… dann kam noch RICHTIG schlechte Laune dazu… na, erinnert das an irgend etwas?

Nur gut, dass ich mich wegen Sternchen schon ein bisschen mit Depressionen beschäftigt hab. Und daher wusste, was man auch selber machen kann. Nicht, dass es schon schlimme sind, aber man merkt es doch. Also versuche ich, mich nicht in diese Stimmung zu ergeben, ich zwinge mich, mich tagsüber nicht hinzulegen, sondern rauszugehen, ich hab mich nach Aerobic- und Zumbakursen erkundigt (und bin tatsächlich hier in der Nähe fündig geworden), also Sport soll gut sein, dann auch Kleinigkeiten als Erfolg sehen und mich zu praktischer Tätigkeit aufraffen (ich muss sowieso putzen, am Wochenende kommt Fil 🙂 ) Ich achte auf meine Gedanken und Gefühle, ich pass auf, dass sie nicht so schnell in eine Abwärtsspirale kommen, ich achte darauf, was ich mir ansehe, wenn es ein zu trauriger oder emotionaler Film ist, bin ich vorsichtiger und mache im Zweifelsfall aus. (Bei einem Teil davon hab ich übrigends selbst nicht gewusst, dass es hilft, es war eher ein Einduck und es hat funktioniert. Na, wer ist wohl der beste Arzt?) Und im Moment gehts mir wieder relativ gut. Werde mir wahrscheinlich trotzdem psychologische Hilfe holen, nur zur Sicherheit. Ob ich auch noch zum Hausarzt gehe und mir was verschreiben lasse weiß ich noch nicht.

Sternchen gehts übrigends besser. Hat sie mir neulich geschrieben. Freu mich für sie.

Dann noch was von heute. War lustig. Und ich glaub, so sah ich auch aus. Bin puderrot geworden. Ich war in der Gebetsstunde und da machen wir das oft auch so, dass wir einige Minuten uns einfach auf Gott konzentrieren und hören, ob er was sagt. Meistens kommen mehrere Sachen. Ich freu mich immer, wenn ich etwas bekomme, was ich weiter geben kann. Aber dieses mal hab ich nicht damit gerechnet, weil ich mit meinen Gedanken eigentlich ganz woanders war. Aber dann hab ich die Augen aufgemacht und mein Blick ist auf eine Lichterkette gefallen. Ich hab gedacht, hm, Licht. Aha. Und? Nachdem ich die Augen wieder geschlossen hab, habe ich vor meinem inneren Auge einen Bruchteil einer Sekunde eine Orange gesehen. Aha, Licht und Orange. Ich hab gedacht, Gott, du erwartest doch nicht etwa von mir, dass ich einfach sage „Licht und Orange“?!?!?! Das hab ich absolut nicht verstanden, ich dachte, was hat Licht mit einer Orange zu tun? Das musst du mir nochmal genauer erklären. Dann, irgendwie, ich weiß nicht wie, hat sich das zu einem Bild von einem Stromkreis vervollständigt, den wir mal in der Schule im Physikunterricht gebaut hatten: Ein einfacher Stromkreis mit Stromquelle, Kabeln, einer Lampe. Nur, dass eine Orange dazwischen war. Und die hat tatsächlich Strom geleitet, und zwar aus dem einfachen Grund, weil die Wassermoleküle in der Orange sich nach dem Strom ausrichten. Deswegen konnte die Lampe leuchten. Und wenn wir uns nach Gott ausrichten können wir auch ein Licht in der Welt sein. Ich hab gedacht, na, so wird schon eher n Schuh draus. Hab mich aber immernoch nicht so wirklich getraut, es zu sagen, weil ich immernoch gedacht hab ist ziemlich weit her geholt. Aber dann hat jemand anderer einen ähnlichen Eindruck weiter gegeben, da hab ich gedacht, jetz aber! Ich hab gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob der Eindruck von Gott ist, aber ihn trotzdem gesagt. Und eine Person hat sofort darauf reagiert, indem sie was Ähnliches gesagt hat. Und der Lobpreisleiter hat hinterher auch gesagt, dass er glaubt, dass in diesem Bild sehr viel drin ist, weil es wirklich davon abhängt, wie sich die Wassermoleküle verhalten, nur wenn wir uns nach Jesus ausrichten, kann das Licht leuchten. Ich hab mich hinter den anderen versteckt, damit keiner mein rotes Gesicht sieht *lol*

Ich hoffe, ich hab das jetzt nicht zu irre geschrieben, das ist es nämlich nicht.

So, dann schönen Weltuntergang am Freitag, vielleicht könnte man ja den Film 2012 gucken und sich schrottlachen, weil gar nichts in der Richtung passiert?

 

Nein, meine stehen noch nicht. Ich hab mir hier und da mal ein paar Gedanken gemacht, überlegt, ob nicht internationale Zusammenarbeit ein Bereich wäre, der mich interessiert, aber im Großen und Ganzen habe ich noch nichts geplant. Irgendwie was mit übersetzen halt.

Was ich mich aber gestern gefragt habe, ist, welche Zukunftspläne denn meine Kommilitonen so haben. Der Grund war Folgender:
Bis jetzt hat noch kein Text, den unser Professor mit uns angefangen hat, den Leuten gepasst. Und noch jeder wurde unbeendet abgebrochen, weil es so viel Protest dagegen gab. Arbeitsmarktpolitik? Laaaangweilig. (Ich fand den Text richtig interessant, zumal es auch darum ging, was da in den politischen Gremien besprochen wurde und mit welchen Gründen da Gesetze zur Lockerung des Kündigungsschutzes durchgesetzt wurden – das betrifft letztendlich uns alle, wenn man wegen nichts rausgeworfen werden kann.) Aber es war ja zu langweilig, also kam eine Reportage über einen berühmten japanischen Politiker, der im zweiten Weltkrieg eine große Rolle gespielt hat. Zu Übersetzen waren die Dialoge mit japanischen Historikern, von denen es in der Reportage Untertitel geben sollte – genau die Art von Auftrag, die man später im Beruf tatsächlich kriegen könnte. Das war den Leuten dann aber auch erstens zu langweilig und zweitens zu schwer, weil es eben gesprochene Sprache war und sich die Leute auch mal versprochen haben, was man als Sprachlerner nicht immer so mitkriegt und dann an einem scheinbar sinnlosen Satz verzweifelt. Also haben wir einen neuen Text gekriegt, bei dem es um die Arbeitsmarktreformen ging. Ich fand ihn richtig interessant, denn es wurde beschrieben, wie das ganze in den verschiedenen Ausschüssen diskutiert wurde und mit welchen (fadenscheinigen) Gründe da eine Lockerung des Kündigungsschutzes oder eine Senkung des Mindestlohnes durchgedrückt werden sollte. Das war mal ein guter Einblick in die Abläufe in der japanischen Politik. Sowas ist sicher hilfreich im späteren Berufsleben. Das hat den anderen aber auch nicht gepasst, weil ja laaaangweilig.
Also wieder einen Text nach der Hälfte abgebrochen und einen neuen Text angefangen: Vertrag zwischen zwei Firmen. Genau das, was uns später in der Berufspraxis erwartet! Verträge, Geschäftskorrespondenz, Patente.
Und, was passiert? Natürlich zu langweilig. Professor fragt entnervt, was denn Recht sei. Klar: Romane, Manga.

In dem Moment habe ich mich ernsthaft gefragt, was denn die Leute später machen wollen. Die Chancen, dass du als Übersetzer schön Romane etc übersetzt sind gleich null, Mangas werden in Deutschland meist aus dem Englischen übersetzt, und sowieso verdient man an Romanen eigentlich nicht genug, damit sie der Mühe wert wären. Wenn man so viel verdienen würde, wie man Übersetzungsarbeit reinsteckt, würden die nicht bloß 20€ kosten.

Ich glaube ernsthaft, das wird noch ein paar unschöne Begegnungen mit der Realität geben.

Von meiner Brieffreundin aus Amerika:

Heute war wieder Hauskreisabend von der FeG. Es war…. ich weiß auch nicht. Ich geb euch mal  die Fakten:

  • A. wieder schwanger, mit Zwillingen. Noch nicht offiziell, weil es noch erst so 2 Monate sind. Sie hat mit ihrem Mann schon eine dreijährige Tochter.
  • K. hat ihr Kind verloren, vor zwei Wochen. Wir hatten garnicht gewusst, dass sie schwanger gewesen war, aber sie hatte es halt erst sagen wollen, wenn es mehr als 3 Monate gewesen wären. Man sagt ja, ab dem 3. Monaten ist es relativ sicher, dass das Kind bleibt. Deshalb ist es ja bei A. auch noch nicht offiziell.
  • Ich hab von der Situation in der SMD berichtet. Siehe Betbetrieb. Und davon, dass vielleicht nächstes Semester die SMD bei uns so nicht mehr existieren wird. Und davon, ob es nicht besser ist, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen, anstatt uns noch ein Jahr abzukämpfen, bis die Leiterin, die im 3. Mastersemester ist, dann ihr Studium beendet und wir nurnoch zu zweit dastehen und aufhören müssen. Und dann hätte ich fast geheult, weil ich in den drei Jahren immer wieder die Hoffnung gehabt hatte, dass neue Mitarbeiter dazukommen und wir eine aktive Gruppe werden können, in der sich alle einbringen – und nicht nur wir drei.

Und dann haben wir in der Bibel gelesen und in Jesaja 54 gelesen.

Juble, du Unfruchtbare, die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die keine Wehen gehabt hat! Denn die Söhne der Einsamen sind zahlreicher als die Söhne der Verheirateten, spricht der HERR. Mache weit den Raum deines Zeltes, und deine Zeltdecken spanne aus! Spare nicht! Mache deine Seile lang, und deine Pflöcke stecke fest! Denn du wirst dich nach rechts und links ausbreiten, und deine Nachkommen werden Nationen beerben und verödete Städte besiedeln.

Und irgendwie war es, als habe Gott zu jedem von uns gesprochen. Und ich musste die ganze Zeit auf den Vers 2 schauen und dachte: Gott verspricht uns, dass wir so eine große Gemeinschaft werden, dass wir unsere Räume noch erweitern müssen.

Ob er damit die SMD gemeint hat?