Beruflich:

Vorgestern habe ich eine SMS gekriegt, die Leiterin von einem Nachhilfeinstitut, bei dem ich vor ich weiß nicht wann mal gefragt hab, ob sie noch Mitarbeiter brauchen. Habs eigentlich schon längst vergessen. Abgekackt. Aber jetzt hat sie mich gefragt, ob ich als freie Mitarbeiterin einsteigen will. Gestern war ich das erste mal da, hab erst eine Gruppe und eine als Vertretung, aber eine andere von ihnen will diesen Sommer wahrscheinlich aufhören und sie brauchen Leute, die die Gruppen weiter führen. Also werde ich wahrscheinlich mehr bekommen. Also, Nachhilfe habe ich schon oft gegeben und das kann ich mit Sicherheit. Also, auch wenn es jetzt noch nicht reicht ist es ein guter Anfang.

In der Familie:

Ich hab schon vor ein paar Wochen gemerkt, dass die Zeit, wo ich jeden Kontakt zu Mama soweit es geht vermieden habe vorbei ist. Ich hatte Zeit, mir über meine Grenzen klar zu werden und was ich mir von Mama sagen lassen will und was nicht. Und dass ich diese Grenzen verteidigen werde. Und ich glaube, so langsam ist wieder die Zeit, es nochmal zu versuchen. Sie hat neulich das erste mal seit ich weiß nicht wann über fb mir (wenn auch verschlüsselt) mitgeteilt, dass sie mich liebt. Ich saß eine halbe Stunde vor dem PC und hab geheult. Ich hab nur gedacht, meine Mama liebt mich! Aber meine Grenzen trotzdem zu akseptieren wird sie lernen müssen. Wenn ich nein sage heißt das schließlich nicht, dass ich sie als Person ablehne.

Geistlich:

Da hab ich auch endlich wieder ne Möglichkeit gefunden, wieder etwas Regelmäßigkeit reinzubekommen. Mir ist es in den letzten bestimmt mindestens 5 Jahren so auf den Wecker gegangen, dass ich mich tagelang kaum um Jesus geschert habe. Teilweise bin ich darüber halb wahnsinnig geworden, hab so gedacht, ich wär gar kein Christ mehr und so. Kann gar nicht so genau sagen, ob es einen Punkt gegeben hat, wo Gott geredet hat oder gewirkt oder so. Ich weiß nur, dass ich in den letzten Wochen immer wieder Gedanken hatte, was ich ändern sollte, damit das besser wird. Zum Bespiel habe ich ganz früher immer vor dem Schlafen gehen Bibel gelesen und das irgendwann aufgegeben, ich weiß nicht warum. Aber daran hab ich jetzt gedacht und dass es gut geklappt hat. Deswegen hab ich damit jetzt wieder angefangen und es klappt wirklich gut. Vielleicht weil es so zum „Einschlafritual“ gehört und ich es deswegen nicht vergesse. Oder dass ich mir die eine oder andere Angewohnheit angewöhnt habe, mit der Gott wohl nicht so glücklich ist und ich mehr als vorher das reflektiere, was ich sage und denke. Und noch das Eine oder Andere mehr, aber auf jeden Fall läuft das jetzt auch wieder besser.

Wohnlich:

Opa ist vor einem Monat gestorben. War abzusehen, deswegen gehts mir glaub ich auch wieder ganz gut. Klar war ich traurig, aber nicht so lang wie es bei Oma war. Seine Pflegerin ist also auch wieder weg. Im Moment wohne ich alleine hier im Haus, aber das wird sich auch bald ändern. Mein Bruder will mit einziehen, wir haben uns geeinigt, dass er in meine Noch-Wohnung zieht und ich runter ziehe. 1. weil es mich nicht so stört wie ihn, wenn über mir jemand wohnt (höhöhö, das klingt vielleicht: Er will nicht, dass jemand über ihm ist xD) und 2. weil ich die Wohnung unten schöner finde. Sie ist zwar kleiner, aber so hab ich weniger zu putzen :-D. Übrigennds besteht mein Papa darauf, dass alles grunderneuert wird. Ich wollte das eigentlich erst gar nicht, aber er hat so darauf bestanden, also ok… bitte, wenn er SOOOO darauf besteht xDDDD

Klingt doch eigentlich im Großen und Ganzen ganz gut. Ach ja, was vergessen:

Ehrenamtlich:

Ungefär 20 Minuten von hier ist ein sozialer Brennpunkt, wo meine Gemeinde ein Mädchenklub (Jungschar) betreibt, die haben nach ner neuen Mitarbeiterin gesucht und ich hab mich gemeldet. Ich muss dazu sagen, wegen den blöden Erfahrungen in den letzten Jahren bin ich sehr vorsichtig geworden was Sympatie und so angeht. Ich wollte einfach nicht, dass mich wieder jemand verletzt. Deswegen hab ich auch keinen wirklich emotional an mich rangelassen und hatte eigentlich dasselbe mit diesen Mädchen vor. Ich wollte da mitarbeiten, Gruppenstunden mit durchführen, aber wollte nicht, dass mir jemand zu nahe kommt. Hehehe, Fehlanzeige! Weil die Mädchen mich einfach im Sturm erobert haben! Ich wurde vorgewarnt, dass es sehr komplizierte Mädchen sind, zum Teil aus völlig zerrüttelten Familien, vernachlässigt, keine Grenzen und so, oder aus muslimischem Hintergrund, die eigentlich keine christlichen Geschichten hören dürfen. (Wir machen es natürlich trotzdem, die Mädchen und ihre Eltern wissen das und sie sind trotzdem jede Woche da!) Ich wusste zwar, dass ich etwas schwierige Kinder mag, aber die sind soooooooooooooooooooo toll! Also nichts mehr mit emotionalem Panzer. Na, wenn das mal gut geht. Aber hier glaub ich schon.

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