Ich bin in ein wunderschönes neues Zimmer gezogen, und das kam so:

Nachdem mir – mal wieder – die Krankenkassenbeiträge erhöht wurden, wurde es schon langsam knapp mit dem Geld. „Zufällig“ sah ich dann einen Aushang im Wohnheim, dass ein anderes Zimmer frei wird, dass 50€ weniger kostet. (Es ist kleiner und hat eine Dachschräge.) Also habe ich mich darauf beworben und ich habe es auch bekommen! 50€ mehr im Monat!!

Das war dann aber auch nicht unchaotisch. Dienstag morgen kam der Anruf, als ich gerade schon mit einem Fuß zur Türe hinaus war. Ich könnte das Zimmer haben. Aber: ich müsste bis Mittwoch 15 Uhr umgezogen sein, damit die Nachmieterin zum Ersten (also heute) umziehen kann. Das Problem war nur: ich habe Mittwoch von 10 bis 16 Uhr durchgehend Uni. Dienstag hatte ich zwischendrin drei Freistunden. In denen habe ich den Hausmeister gesucht und mir den neuen Schlüssel geben lassen. Dann habe ich gesagt, ich sei aber am nächsten Tag erst um 16 Uhr zurück. Er meinte nur, dann müsse ich halt bis 9 ausgezogen sein.

Also durfte ich in den drei Freistunden Sachen packen und das erste Zeug herüberschleppen. Dann hatte ich nochmal von 16 bis 18 Uhr Uni. Um 18 Uhr waren zum Glück meine Eltern da und haben mir schleppen geholfen. Von meinem alten Zimmer runter gab es noch einen Aufzug, aber zum neuen Zimmer hoch (2. Stock) nicht. Uns tat alles weh. Irgendwann gegen halb 9 waren wir dann fertig mit rübertragen. Es sah natürlich aus wie sonstwas im neuen Zimmer. Dienstagabend und gestern morgen um 8 bin ich dann nochmal in mein altes Zimmer zum Putzen. Ich war ja sowas von fertig. Und als dann der Hausmeister bei der Kontrolle des alten Zimmers motzte, das Fenster sei nicht wirklich gut geputzt, war ich einfach nurnoch fertig mit den Nerven. Ich hatte es dienstagabend geputzt, als es schon dunkel war. „So ein Fenster kann man auch im Dunkeln ordentlich putzen, dazu muss man das nicht sehen.“ motzte er weiter. Also habe ich Putzzeug geholt und bin nochmal drübergegangen. Da nahm er mir die Sachen aus der Hand, schimpfte, der Lappen sei falsch, was für billiges Putzzeug das sei und sowieso würde ich falsch wischen und ob ich nicht langsam alt genug wäre, um Fenster putzen zu können. Während er mir einen Vortrag über ordentliches Fensterputzen hielt, wischte er es dann selber nochmal. Da hätte ich dann wirklich losheulen können.

Aber jetzt, nachdem ich umgezogen bin, bin ich überglücklich. Die Wand zum Nachbarzimmer ist nicht so dünn, ich habe ein Fenster mit elektrischer Rolllade (und Fernbedienung!) und mein Zimmer ist viel gemütlicher und sieht nicht so nach Wohnheim aus. Und obwohl es kleiner ist, wirkt es irgendwie größer, weil ich mehr Stauraum habe: ein Schrank mehr und eine Ablage auf der Heizung. Ach ja, die Küche in der WG ist auch viel gemütlicher, mit einem alten Holztisch und so. Ich fühle mich hier schon mehr zuhause als die ganzen zwei Jahre im anderen Zimmer.

Natürlich kommen hier auch ein paar Fotos:

An die Schräge über dem Bett will ich noch ein Poster hängen. Ich habe es auch schon bestellt:

http://shop.kawohl.de/products/00/104294

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