ALSO: Nachdem ich jetzt seit 1 1/2 Wochen mit Schmerzen im Knie rumlaufe (wobei sie wesentlich besser sind, seit ich das entzündungshemmende Mittel nehme) habe ich endlich endlich eine Diagnose (und, was noch viel wichtiger ist, Krücken). Ich habe einen Riss in der Kniescheibe und einen im Miniskus. Ich soll mich 3/4 Wochen ruhig verhalten, dann würde das von alleine heilen. Das heißt, an Arbeit ist nichmehr zu denken. Mein Vertrag geht ja nurnoch bis Ende des Monats.

Jetzt kommt aber der Knüller:
1. die Berufsgenossenschaft weigert sich, das als Arbeitsunfall anzuerkennen. Somit muss die Behandlung von der Krankenkasse gezahlt werden. Begründung: es sieht so aus, als hätte es schon eine Vorverletzung gegeben am Miniskus (so ein grauer Fleck auf dem MRT-Bild). Daher war der Arbeitsunfall nichtmehr alleine Schuld an der Verletzung. Hallo? Die richtige Verletzung kam aber bei der Arbeit! Und das an der Kniescheibe war bestimmt vorher auch nicht da. Einmal abgesehen davon: Wenn ich mir hier irgendwo eine Vorverletzung am Miniskus zugezogen habe, dann garantiert bei der Arbeit bei der Post. Ich weiß nicht, wie oft ich da schon gestolpert und falsch aufgekommen bin. Nur meist ist es nicht so schlimm und geht nach ein paar Minuten wieder.
OK, im Prinzip kann es mir ja egal sein, ob meine Krankenkasse zahlt oder die Berufsgenossenschaft.
2.Dann kam aber der Anruf bei meinem Vorgesetzten, dass ich für den Rest des Monats nichtmehr arbeiten kann. Die Antwort: ich solle doch bitte vorbeikommen und kündigen, damit sie jemand anderes einstellen können. Ich habe gesagt, ich brauche das Geld aber. Er meinte, ich würde eh nicht bezahlt bei Krankheit, weil ich nur nach tatsächlich gearbeiteten Stunden bezahlt würde.

Ich bin also im Moment ziemlich entnervt. Vom Gesundheitssystem, wo es ewig dauert bis man mal behandelt wird (zumindest als Kassenpatient), von der Berufgenossenschaft, die bestimmt nur Lücken sucht, um nicht zahlen zu müssen, weil ich „nur“ eine Aushilfe bin, und natürlich von der Post.

Das heißt, wenn ich tatsächlich kein Geld kriege, kann ich nächstes Jahr nicht nach Japan. Dann muss ich im März arbeiten. Vielleicht kann ich dann ja im August/September nach Japan. Obwohl dann da auch Hitze und Regenzeit ist, so wie in Korea. Nicht so angenehm zum Urlaub machen.

Wenigstens habe ich so noch ein bisschen was von den Ferien.

Edit:
Was meiner Mutter noch aufgefallen ist: Der Arzt hatte gesagt, die Berufsgenossenschaft lehnt die Behandlung ab, weil sie eine Vorverletzung vermuten am Miniskus. Beweis sei ein Fleck auf dem MRT-Bild. ABER er hatte die MRT-Bilder ja erst ein paar Minuten vorher von mir bekommen und den Bericht von der MRT-Klinik erst am morgen des selben Tages. Wie kann die Berufsgenossenschaft denn dann schon ein Schreiben fertig haben, das leugnet, dass es ein Arbeitsunfall ist? Das müssen sie sich dann ja vorher überlegt haben, bevor sie überhaupt wussten, wie die Diagnose ist. Bevor der Arzt das MRT-Bild gesehen hat, dachte er ja noch, ich hätte eine Stauchung. Also muss die Berufsgenossenschaft die Ablehnung der Behandlung als Arbeitsunfall beschlossen haben, bevor es überhaupt eine Diagnose gab.
Zweites, was komisch ist: der Arzt hat mich nur auf die Vorverletzung am Miniskus hingewiesen. Aber meine Kniescheibe hat ja auch einen Riss. Davon hat er nichts gesagt, also müsste wenigstens der Teil der Verletzung definitiv auf den Arbeitsunfall zurückzuführen sein.
Mein Vater ist im VDI und kriegt da kostenlose Rechtsberatung, der fragt mal beim Anwalt nach. Auch wegen der Kündigung.

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