Am Donnerstag morgen bin ich beim Herunterlaufen einer Treppe falsch aufgekommen: statt mich mit den Beinen abzufedern, bin ich mit dem vollen Körpergewicht bei gestrecktem Bein gelandet. Natürlich tat mir danach erstmal heftig das Knie weh. Ich dachte aber, sowas ist mir schon öfter passiert, gerade bei der Post. Als es dann am nächsten Tag irgendwann auch wieder wehtat, war das schon etwas beunruhigend. Am Samstag dann ging es teils problemlos, dann wieder hatte ich einen plötzlichen Schmerzschub und musste mich setzen. Wenn der Weg war, konnte ich wieder laufen, als wär nichts gewesen. Gestern hatte ich auch manchmal Schmerzen, obwohl ich den Tag fast komplett im Bett zum kurieren meines Muskelkaters verbracht habe. Heute tat es auch wieder weh unterwegs. Wieder das gleiche: ein plötzlicher Schmerzschub, ich musste mich etwas hinsetzen, dann war er vorbei und ich konnte normal laufen, außer dass mein Knie sich irgendwie anfühlte, als sei das Gelenk verklebt und ließe sich schwerer beugen als sonst. Unangenehm, aber es tat nicht weh.
Da es also nicht viel besser wurde, war ich heute beim Arzt. Genauer, im Krankenhaus. Da es als Arbeitsunfall gilt, musste ich in eine von zwei Kliniken in Bonn, die irgendsowas wie eine Lizenz zum Abwickeln von Arbeitsunfällen haben. Oder so. Ich durfte es mir auf jeden Fall nicht aussuchen, sonst wäre ich zum normalen Arzt gegangen.
Nachdem ich 2 Stunden gewartet hatte, untersuchte mich ein Arzt, wobei er an meinem Knie rumdrückte und das Bein in alle möglichen Positionen brachte. Ich hätte am liebsten das halbe Haus zusammengeschrien, so weh tat das, und bin herausgehumpelt. Er meinte nur, das wäre normal, dass es jetzt wehtäte.
Zur Sicherheit wurde dann noch ein Röntgenbild gemacht. Wieder ewig lange im Wartezimmer sitzen und warten.

Lange Rede kurzer Sinn: mein Knochen ist OK und das Knie nur verstaucht. Ich soll 2/3 Tage nicht zu viel rumlaufen und bin eine Woche für die Arbeit krankgeschrieben. Dabei arbeite ich nurnoch 3 Wochen.

Einerseits bin ich ja froh, eine Verschnaufpause zu haben. Anderereits finde ich es blöd, wo ich schon nur einen Monat arbeite, davon dann eine ganz Woche zu fehlen. Mal ganz abgesehen davon, dass es meinen möglichen Lohn senkt. Aber die Gesundheit geht natürlich vor. Das blöde ist nur, dass ich eben niemanden mehr im Büro erreicht habe, um bescheid zu sagen. Das heißt, ich muss den Wecker morgen auf 6 stellen, damit ich da anrufen kann. Glücklich bin ich damit nicht, denn ob die da innerhalb weniger Stunden einen Ersatz organisiert kriegen, ist fraglich. Und wenn die anderen meinen Bezirk unter sich aufteilen müssen, wird es kein Spass. Sie tun mir auch furchtbar leid. Und ich bin auch versucht, es einfach zu probieren. Der Arzt meinte, kaputtgehen könnte nichts, wenn ich doch arbeiten würde, aber ich würde die Heilung hinauszögern und es würde noch ein paar Wochen länger wehtun. Aber ich sollte mir nicht so eine ungesunde Arbeitseinstellung aneignen.

Immerhin habe ich dann jetzt quasi eine Woche Urlaub, nachdem ich den September schon mit Unterricht verbracht habe. Schön bis mittags im Bett bleiben…. hat auch was Gutes.

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