So, jetzt aber. Hier íst auch grad keine Hornisse…

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaalso………
Wo fang ich an? Ich schäme mich ein bisschen, das hier reinschreiben zu müssen. Aber ich will auch nicht immer nur schreiben, dass alles klasse klappt und so. Das wär nicht ehrlich.
Jugendreferentin ist eine Arbeit, die ich nicht einfach so tun kann. Das war mir eigentlich von Anfang an klar. Es muss mehr passieren als ein bisschen Know-How weiter zu geben, also, wie erkläre ich Spiele und wie bereite ich eine Andacht vor. Es ist eigentlich Gottes Arbeit. Wenn Gott es nicht macht, kann ich mich abrackern wie ich will und es kommt doch nichts Vernünftiges bei raus. Und eigentlich noch schlimmer: Wenn ich das „nur“ als Sozialpädagogin mache und Leute, die Gott eher wenig kennen das sehen, werden sie vielleicht in ihrem Glauben alles andere als bestärkt.
Das hätte ich nicht vergessen dürfen, aber scheinbar ist es doch passiert. Ich war so in der Arbeit und in den Sorgen um die Probezeit und auch im Stolz, Jugendreferentin zu sein, dass ich dabei tatsächlich Jesus vergessen habe. Hach, ich hab mich immer nur gewundert, wieso ich teilweise so unsicher rüber komme.

In er Altstadt ist ein christlicher Buchladen vom CT. Quo Vadis. Als Fil neulich bei mir war, waren wir auch drin. Ich hab da einige Bücher gesehen, die interessant klingen und hab mir vorgenommen, mir die ein anderes mal nochmal genauer anzugucken. Tja, und jetzt bin ich nochmal dahin und hab mir eins der Bücher gekauft. Es heißt „Der letzte Aufbruch“.
Wieder in der WG hab ich mich aufs Sitzkissen geschmissen und angefangen zu lesen. Und hab das Buch VERSCHLUNGEN! Am Anfang fand ich es einfach interessant und faszinierend. (Jajaja, werden vielleicht einige denken, die Bithja und dieses Thema xDxDxD Es geht um eine ziemlich lange und umfangreiche prophetische Vision.) Aber dann kam das Thema Gericht Gottes dran und es wurde echt konkret. Persönlich konkret mein ich. Also nicht, dass es Missverständnisse gibt, es wurde nicht gesagt, weil ihr das und das gemacht habt, gibt es eine Krankheit oder ein Erdbeben oder keine Ahnung was. Nicht so. Es war eher wie eine ziemich heftige Supervision. Also Rückmeldung, hier guck mal, ob du dich hier wiederfindest und überleg mal, wie sich das weiter entwickeln wird, wenn sich nichts ändert. Es wurden Leute vorgestellt, die im Glauben angefangen haben und im Fleisch weiter gemacht haben, die stolz geworden sind, die mit dem, was Gott ihnen gegeben hat, nicht gut umgegangen sind und die deswegen nur ganz knapp in den Himmel gekommen sind. Ich kam mir vor wie auf dem Heißen Stuhl vom Antiagressionstraining. Ich wusste einfach, dass ich vor Gott nichts geheim halten kann und sowas erst recht nicht. Und dass ich das auch gar nicht darf, wenn mir unsere Freundschaft wichtig ist. Mir ist praktisch alles vor Augen geführt worden, was ich da an Gedanken hab und wo sich einfach meine Prioritäten verschoben haben. Es hat zwar weh getan, was aber ok. War eine Rückmeldung, die wirklich geholfen hat. Ich lag praktisch den ganzen Tag flach und es war nicht wirklich was mit mir anzufangen. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen… nur gut, dass ich auf der Arbeit nicht viel zu tun hatte.

Aber weil ich mich schon gut genug kenne, dass ich weiß, ich kann heute so fromm denken und morgen wieder gaaaanz anders wusste ich einfach, ich brauch da noch ne Hilfe. Da hat es echt gut gepasst, dass am Abend CT-Gottesdienst war und hinterher beim Lobpreis angeboten wurde, dass man für sich beten lassen kann. OK, Beten ist kein Zauberspruch oder Allheilmittel, aber manchmal hilft es echt. Und mir hat es schon alleine deswegen geholfen, weil ich einfach jedes Quäntchen Mut aufbringen musste und dann dachte, das darf nicht umsonst gewesen sein. Aber es hat nicht nur deswegen geholfen. Ich hab einfach gemerkt, dass sich in mir was anfängt, zu verändern. Und ich hab gedacht, ist es wirklich so schlimm, ehrlich zu Gott zu sein? Er weiß doch eh schon alles.

Hoffe, es ist einigermasen verständlich, wie ich es geschrieben hab?

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