Gestern abend war das Planungstreffen der SMD. Die Probleme sind altbekannt: zu wenig Mitglieder, von denen die kommen keiner aktiv. Eine kleine Gruppe hätte durchaus Vorteile, wenn sich die Leute denn einbringen würden.

Ich habe mich, wie bei jedem Semesterplanungstreffen, nicht gerade beliebt gemacht mit dem Vorschlag, stärker rauszugehen. Kaffee und Kuchen verteilen, bei der Einschreibung irgendetwas für die Erstis machen. Leute gewinnen, direkt missionieren. Und eben nicht nur ein Vortrag pro Semester und ansonsten Hauskreise. Die anderen beiden Leiterinnen schienen leicht entnervt, weil ich das schon öfter vorgeschlagen habe. Sie sind der Meinung, wir müssen erstmal die bestehende Gruppe zusammenhalten. Die, die nur selten kommen, animieren. Irgendwann während der Diskussion meinte eine der anderen Leiterinnen: „Was ist denn unsere Zielgruppe? Leute, die schon von der SMD gehört haben und überlegen, ob das was für sie ist. Für die müssen wir ein interessantes Programm machen.“ Ich musste mich wirklich anstrengen, mir zu verkneifen zu rufen „Nein, verdammt, wir sind ein Missionsdienst! Unsere Zielgruppe sind Menschen, die Gott nicht kennen!“ Im Nachhinein habe ich mir schon überlegt, ob es nicht besser gewesen wäre, diese Grundsatzdiskussion einmal zu führen. Da ich schon manchmal das Gefühl habe, die einzige zu sein, die in die SMD gegangen ist, weil sie Menschen von Gott erzählen möchte. (Floskelalarm :/)
Außerdem habe ich bei denen, die sich nicht richtig einbringen das Gefühl, denen ist die SMD eh nicht wichtig. Daran wird auch ein Programm mit gemeinsamen Aktivitäten nichts ändern.

Auf dem Heimweg ist mir dann der Satz aus Matthäus 6,33 eingefallen:

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Ich bin der festen Überzeugung, wenn wir tatsächlich das Reich Gottes an die erste Stelle setzen würden. Wenn wir das tun würden, wofür die SMD gegründet wurde – nämlich Studenten von Jesus Christus erzählen – dann würde Gott auch alles andere, angefangen bei mehr Mitarbeitern, bereitstellen. Auch ohne direkt den Leuten das Evangelium auf den Kopf zu zu erzählen, gäbe es so viele Möglichkeiten, an der Uni das Reich Gottes zu bauen. Anderen Gutes tun, helfen wo Hilfe gebraucht wird.

Leider stehe ich mit der Überzeugung im Moment alleine da.

Noch was Lustiges, das ich gefunden habe, von http://asbojesus.wordpress.com:

„Du wurdest mit Prostituierten gesehen, du wurdest auf einer sehr zweifelhaften Party gesehen mit schäbig aussehenden und betrunkenen Leuten. Es ist mir zu Ohren gekommen, dass du auf einer Party letzte Woche mehr Bier gekauft hast, als das Bier ausging. Damit hast du diesen teuflischen Exzess weiter angeheizt. Ständig setzt du dich über unsere klaren Regeln hinweg und missachtest alle Werte, die uns wichtig sind! Mit deinem Verhalten unterwanderst du die Grundlagen, auf denen unsere Kirche aufgebaut ist! Ich weiß nichtmehr, was ich mit dir tun soll! Du erinnerst mich an jemanden, aber ich weiß nicht, wen…. in jedem Fall gefällt es mir nicht! Ich fürchte, ich muss dich bitten, zu gehen.“

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