Gestern war in Wuppertal Regionaltag. Ich war schon am Freitag da, weil wir uns mit den Leitern getroffen haben. Ich habe dann da üernachtet und am nächsten Tag gab es ein Programm. Wir haben über die Bibel gesprochen und wie wir dazu kommen, zu sagen, sie sei Gottes Wort. Dann waren wir im Bibelmuseum. Das war größer und besser als das in Münster. (Wenn du mal in Wuppertal sein solltest, Bithja, musst du unbedingt hin.)

Wir haben da eine Führung bekommen und obwohl es nicht so groß war, war es unglaublich interessant. Es gab viel zur Glaubwürdigkeit der Bibel. Zum Beispiel auch Texte aus alten Jahrhunderten, die im Wortlaut gleich sind mit heute. Oder Texte anderer Völker, die Erzählungen aus der Bibel bestätigen.

Das hier ist zum Beispiel Teil einer Chronik eines Landes (ich glaube es war Persien, bin mir nichtmehr sicher ;)), die von Ereignissen berichtet, die Jesaja 100 Jahre vorher vorhergesagt hat. Als das den Archälogen klar wurde, haben sie schnell ihre Datierung um 150 nach vorne verlegt. Hauptsache, man muss nicht an die Wahrheit der Bibel glauben. Denn das müsste man, wenn man zugibt, dass Jesaja das vorhergesagt hat.
Außerdem gab es natürlich wieder Funde von alten Abschriften der Bibel, vor allem altes und neues Testament.

Der Mann, der die Führung gemacht hat, wusste wirklich einiges. Er hat uns auch einiges über die archäologischen Hintergründe erzählt, wie man Sachen datiert, wieso sich an manchen Orten Papierrollen halten und an anderen Vermodern und ähnliches.

Was auch interessant war, war, dass die ältesten Funde von Schriften Cäsars (De bello gallico) von irgendwann 3/400 Jahre nach Cäsar stammen, während das älteste Bibelfragment (Teil des Johannesevangeliums) auf um 100 nach Christus datiert wird. Nach anderen Briefen, die man gefunden hat, ist belegt, dass Johannes knapp 100 Jahre alt wurde und zu dieser Zeit noch gelebt hat. Außerdem gibt es einen Brief, der belegt, dass Johannes (der Jünger Jesu) es tatsächlich selber geschrieben hat, genauso wie den Brief und die Offenbarung. (Das war ein Brief aus einer Gemeinde, da stand dann sowas wie Johannes der Apostel sei bei ihnen und würde an der Geschichte Jesu schreiben. Es wird ja gerne behauptet, es sei nicht bekannt, wer die Evangelien geschrieben hat.)
Der Museumsführer hat auch gesagt, dass die Bibel das am besten bezeugte Schriftstück der Weltgeschichte ist. Bei anderen Schriften wie denen von Cäsar, Ovid oder ähnlichen wäre man schon froh, wenn man Abschriften von 300 Jahre später finden würde und nennt das dann gesichert.

Was wir sonst noch so gemacht haben, gestern, war viel singen, diskutieren und quatschen und so. 🙂

Wir sollten auch mal zusammen in ein Bibelmuseum gehen.

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