Richtig müsste es heißen: Tell me why I hate mondays.

Es ist also Montag – mein absoluter Hasstag – 15 Uhr und ich bin am Ende. Trotzdem habe ich noch bis 20 Uhr Uni. So sieht mein Tag heute aus:

8 Uhr aufstehen, in Ruhe frühstücken. Danach zur Uni gegangen. 10 – 12 Japanisch Grammatik Vorlesung. Wiederholung -> zu Tode gelangweilt. An diesem Punkt hatte ich schon keine Lust mehr.

Um 12 hatte ich dann natürlich Hunger, aber ab 12:15 habe ich Japanisch Übungen. Natürlich hatte ich mal wieder nicht daran gedacht, mir etwas zu essen einzupacken. Also dachte ich, ich springe schnell in der Mensa rein. An der Theke merke ich natürlich, dass ich kein Geld habe. Also laufe ich rüber zum Geldautomaten. Die Schlange davor war bestimmt 10 Personen lang. Eben der einzige Geldautomat in der Nähe der Mensa zur Mittagszeit. Zum Glück traf ich Coben, unseren amerikanischen Austauschstudenten, und er war so nett und gab mir ein Stück Kuchen aus.

Im Japanischunterricht haben wir – mal wieder – diese grauenvollen Videos gesehen, die zu unserem Lehrbuch gehören. Ich könnte schreien, wenn ich nur die Eingangsmelodie höre. (vor allem der dauergrinsende Li-san, der immer schön 3 Sekunden Pause macht, im Grinsen erstarrt, bevor er plötzlich für den nächsten Satz den Gesichtsausdruck ändert…) Dann musste ich auch noch in eine Gruppe mit dem total eingebildeten (auch dauergrinsenden) Halbjapaner, der immer mit seinem Ipad spielt, anstatt aufzupassen und sich höchstens meldet, um einen dummen Kommentar abzugeben. Er hat natürlich auch bei unseren Überlegungen, was wir bei der Aufgabe schreiben, immer nur gegrinst und nichts beigetragen. Oder, wenn einer etwas gesagt hat (z.B. „Schreiben wir das doch so und so“) hat er noch breiter gegrinst, genickt und gesagt „Jaja, genau, schreiben wir doch [….] , finde ich auch…“ und geguckt, als hätte er einen ganz tollen Witz gemacht. Oder, als hätte der andere etwas bescheurtes gesagt. Nett war allerdings, dass mein Sitznachbar, als wir uns alle an die normalen Plätze zurückgesetzt hatten, sehr mitfühlend geschaut und gesagt hat „Willkommen zurück zuhause.“ Den Halbjapaner kann eben keiner leiden, weil er nur dumme Sprüche klopft und die Leute von oben herab behandelt.

Ich weiß, wir sollen unsere Feinde lieben, aber das ist so ein Kandidat, der es einem verdammt schwer macht.

Tja, nach der Stunde musste ich dann noch ein Blatt kopieren. Natürlich brauchte der Kopierer ewig, um warm zu werden. Dabei wollte ich doch nur schnell nach Hause. Jetzt bin ich zuhause, habe schnell Fertignudeln gegessen, diesen Eintrag geschrieben, um mich abzureagieren, und muss auch schon wieder los. 16-17 Koreanisch Hancha, 18 – 20 Uhr Koreanisch Grammatik. In der Stunde dazwischen schaffe ich hoffentlich die Hausaufgaben, damit ich die nicht heute abend nach 8 machen muss.

Ich bin froh, wenn der Tag um ist.

Nachtrag 20:10: In Grammatik bin ich nicht wirklich mitgekommen und das Diktat war schrecklich. Eigentlich müsste ich jetzt versuchen, das Grammatikzeug doch noch zu verstehen. Aber ich will mich einfach nurnoch unter der Bettdecke verkriechen und nichts hören oder sehen. Und Schokolade will ich.

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